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09. April 2016, 09:26 Uhr

Arbeitszeugnis-Quiz

Enträtseln Sie den Geheimcode der Chefs

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Die Sprache in Arbeitszeugnissen ist tückisch. Welches Lob ist ehrlich, welches nur eine raffiniert verpackte Ohrfeige? Mit dem Klartext-Test finden Sie heraus, was Ihre Zeugnisse wirklich wert sind.

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Für Personaler oder Firmenchefs muss man kein übertriebenes Mitgefühl aufbringen. Aber an dieser harten Nuss, die ihnen der Gesetzgeber schenkte, haben sie schwer zu knacken: Die Leistungsbeurteilung eines Angestellten im Arbeitszeugnis soll wahrheitsgemäß und vollständig sein. Einerseits. Sie soll aber auch wohlwollend formuliert sein. Andererseits.

Wie geht das bloß zusammen?

Die naheliegende Fluchtmöglichkeit, einfach gar kein Zeugnis auszustellen, bleibt Arbeitgebern verschlossen - durch den Rechtsanspruch auf ein Arbeitszeugnis. Denn es ist wichtig für einen Neustart in einer anderen Firma, diese Chance darf niemandem verbaut werden.

Wahrheitsgemäß, aber wohlwollend: kein Problem, sofern ein Chef vom Mitarbeiter ehrlich begeistert ist und ihn in den höchsten Tönen loben möchte. Schwierig wird es bei durchwachsenen oder schlechten Leistungen. Dafür hat sich über Jahrzehnte ein eigener Jargon etabliert. Es ist kein Geheimcode im Sinne eines perfekt entwickelten Regelwerks, so dass man Einzelformulierungen wie in einem Lexikon nachschlagen könnte. Und auch nicht jedes Zeugnis schreibt ein Jargon-Kenner. Aber Experten lesen zwischen den Zeilen leicht heraus, ob ein scheidender Mitarbeiter als echter Firmenleuchtturm gewürdigt wird - oder doch vom Hof gescheucht als fauler, inkompetenter Kretin.

Blumig ist die Sprache in Zeugnissen, doppelbödig, pathetisch. Viele Sätze klingen vordergründig positiv oder gar übertrieben. Aber am Ende umhüllen sie oft doch nur raffiniert verstecktes Gift. Und heimtückische Schein-Komplimente sind bei der Jobsuche die Pest. Zudem beschäftigen sie immer wieder die Arbeitsgerichte.

Im Dschungel der Zeugnisfloskeln finden Mitarbeiter sich meist nur schwer zurecht. So kann die erste Freude über das freundlich formulierte, frisch ausgestellte Arbeitszeugnis schnell in bohrende Zweifel umschlagen. Wie gut kennen Sie sich aus im Gestrüpp mehrdeutiger Botschaften und geschickt getarnter Leerstellen? Wissen Sie, wofür die Floskel "viel Glück" steht oder was die Aussage "An seinen Aufgaben war er sehr interessiert" tatsächlich bedeutet?

Die Lösung des Rätsels ist mitunter verblüffend. Für KarriereSPIEGEL haben die Berater von arbeitszeugnis-bewerten.de einen Test entwickelt. Damit können Sie 15 gängige Aussagen auf ihren wahren Gehalt überprüfen: Wird da ein Überflieger, Mitläufer oder eine Niete beschrieben? Und am Ende verraten wir Ihnen, ob Sie Zeugnis-Anfänger oder Profi sind.

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