Männer, Frauen, Sexismus Sind die Anmacher noch aktiv?

Anfang des Jahres kannte Deutschland wochenlang nur ein Thema: Sexismus. Ein #Aufschrei ging durchs Land. Alle debattierten über Anmache und Grapscherei im Job. Hat sich etwas geändert?

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Wenn PR-Manager Alex um einen neuen Auftrag kämpft, prüft er erst einmal, ob der Kunde männlich oder weiblich ist. "Wenn Frauen dort entscheiden, gilt: bloß keine attraktiven jüngeren Frauen mitnehmen", berichtet Alex, Mitte dreißig. "Und wenn Männer die Entscheider sind, packt man noch ein Schnittchen ein. Dem sagen wir dann auch ganz klar: 'Morgen keinen Hosenanzug, sondern Rock und Stiefel.'" Die Kolleginnen zeigten sich an dieser Stelle durchaus verständnisvoll, meint er. "Wir arbeiten in einer Kontaktbranche. Kunden zahlen doch keine Tausende Euro, um von einer hässlichen Dicken beraten zu werden."

Nur: Wer will heute, bitte, noch Schnittchen sein? Die meisten Frauen haben nicht die geringste Lust, als Strapsmieze für Chefs, Kollegen oder Kunden auftreten zu müssen. Mit welcher Wut sie sich gegen die Stereotype wehren, wurde Ende Januar deutlich, als zuerst der SPIEGEL über Sexismus in der Piratenpartei berichtete und dann die "Stern"-Reporterin Laura Himmelreich über Anzüglichkeiten des designierten FDP-Kandidaten Rainer Brüderle.

Die Journalistin hatte den FDP-Politiker über Monate begleitet und zeigte sich genervt von seinen Zoten: "Sie können ein Dirndl auch ausfüllen", sagte er zu ihr an einer Hotelbar. "Das ist Körbchengröße 90 L", sagte er über das Euter einer Kuh.

Es lag nicht in Himmelreichs Absicht, eine Sexismus-Debatte anzustoßen, vielmehr wollte sie Brüderle so treffend wie möglich beschreiben: als Mann von gestern. Doch da war der Sturm schon losgebrochen. Das Thema, das kaum jemand noch für eines gehalten hätte, war auf den Zeitschriftentiteln, bei Illner, Lanz und Jauch, und die Debatte darüber schaffte es sogar in die "New York Times". Frauen klagten an, sie taten es laut. Viele Männer zogen sich zurück.

Warum eigentlich? Wie denken Männer darüber? Hat sich jetzt, einige Monate später, etwas verändert? Benehmen sie sich anders? Wird jetzt nie mehr geflirtet? Kurzum: Was bleibt von dem großen Aufschrei?

Einige Männer weisen jede Verantwortung von sich, andere überdenken ihr Verhalten, wieder andere nehmen Frauen in die Pflicht. Fragt man im näheren Umkreis, zeigt sich, dass die meisten Männer vor allem eines sind: verunsichert. Es fällt ihnen schwer, offen zu sagen, was sie wirklich denken.

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Ama et labora: Liebe am Arbeitsplatz
Hier kommen sie zu Wort. Ohne den Anspruch, eine repräsentative Auswahl vorstellen zu können, haben wir Männer verschiedenen Alters und verschiedener Profession aufgefordert, die Sexismus-Vorwürfe zu kommentieren. Unter falschem Namen - aber dafür maximal ehrlich.

Nicht jeder Mann hat Verständnis für die Klage der Frauen, vielen missfiel der Ton, in dem diskutiert wurde; sie fanden die Debatte maßlos. Unter dem Hashtag #aufschrei hatten sich binnen einer Woche etwa 15.000 Twitter-Nutzer zu Wort gemeldet; sie verschickten dazu 49.000 Tweets und 30.000 Retweets. Ein neuer Rekord. Auch Franzosen und Italiener machten mit unter #assez und #gridala. Frauen berichteten dort öffentlich von Chefs, die ihnen ins Dekolleté glotzen, ihnen den Po tätscheln und schon mal "guten Sex" wünschen, damit sie nicht mehr so herumzicken.

Gern wurde allerdings auch diese Nachricht bei Twitter geteilt: "Meine Frau wollte auch etwas zu #aufschrei twittern. Das W-Lan reicht aber nicht bis in die Küche." Einige Männer empfanden die Vorwürfe als Kriegserklärung verspannter Feministinnen, viele fühlten sich missverstanden und unter Generalverdacht gestellt - auch weil vieles vermischt wurde: ungeschickte Flirtversuche, misslungene Witze, sexuelle Belästigung, sexueller Missbrauch. Selbst Bundespräsident Joachim Gauck war genervt, im SPIEGEL sprach er von einem "Tugendfuror".

  • Der Professor: "Unis sind die Speerspitze der Anständigkeit"

Auch Hochschulprofessor Peter, 61, hat die Debatte überrascht. Er gehörte, ähnlich wie Gauck, zu jenen, die sexistisches Verhalten in Deutschland für Geschichte gehalten hatten. Solche Situationen habe er nie erlebt, sagt er. Vielleicht hatte er auch nur keinen Blick dafür, weil er sich selbst stets korrekt verhält? Dass Universitäten, wie er sagt, "die Speerspitze der Anständigkeit" bilden, sehen nämlich mitnichten alle so: Häufig berichten Studentinnen von eindeutigen Angeboten ihrer Dozenten.

Andererseits: Manche Professoren lassen - wie es in den USA längst üblich ist - während der Sprechstunde stets ihre Zimmertür offen. Geschichten wie die einer Studentin, die ihrem Prof mit einem Vergewaltigungsvorwurf drohte, sollte die Note nicht stimmen, machen männliche Wissenschaftler nervös, auch wenn sie vergleichsweise selten vorkommen.

Ob an der Universität oder am Arbeitsplatz: Wer sich die Zahlen ansieht, kann die Sexismus-Debatte ohnehin nicht abtun als "alles halb so wild". Laut einer Studie des Bundesfamilienministeriums hat weit mehr als die Hälfte der Frauen schon mindestens einmal sexuelle Belästigung erlebt. Bei 22 Prozent der Befragten fanden die Herabsetzungen oder Übergriffe während der Arbeit oder der Ausbildung statt.

Besonders stark betroffen seien diejenigen, die eine geringe berufliche Qualifikation mitbrächten, noch in der Probezeit oder neu im Betrieb seien. Je größer das Machtgefälle, desto niedriger die Hemmschwelle der Männer. Und Berufsanfängerinnen haben am meisten Angst, sich gegen unerwünschte Annäherungen zu wehren.

Der Aufschrei habe ihm gezeigt, dass noch immer einiges im Argen liege, sagt Peter, der Professor, und nimmt seine Geschlechtsgenossen en gros in die Pflicht: "Alle Männer müssen wachsamer sein und mithelfen, dass die Ober-Chauvis eins auf den Deckel bekommen."

  • Der Journalist: "Frauen mögen Komplimente"

Allerdings gehen Selbst- und Fremdwahrnehmung bei der Frage, ob jemand nun Ober-Chauvi ist oder nicht, oft auseinander. "Ich mache Frauen gern und häufig Komplimente zu ihrem Aussehen", sagt zum Beispiel Christoph, Journalist, Anfang vierzig. Dass ihre neue Hose gut sitzt, teile er einer Kollegin durchaus mal mit. "Auch weil ich denke, dass die das mögen und sich freuen."

Frauen sagten ihm schon, dass sie sich von ihm angeflirtet gefühlt hätten. Das Gefühl, eine Grenze überschritten zu haben, hatte er jedoch nie. Schließlich würde er sehr junge oder schüchterne Frauen so nicht ansprechen. "Aber wenn eine Frau nicht mit ihren Reizen geizt und nicht auf den Mund gefallen ist, dann schon." Er habe sich im Rahmen der Debatte Gedanken über sein Verhalten gemacht, "aber ändern werde ich, glaube ich, nichts", sagt Christoph.

  • Der Lobbyist: "Ich wusste nicht, dass Anmache ernsthaft ein Problem ist"

Henning, Unternehmenslobbyist, gehört ebenfalls zu den Männern, die gern schönen Frauen hinterhergucken, flirten und Komplimente verteilen - deswegen empfand er die Debatte teilweise als Angriff. Und fragte sich natürlich, ob sich Frauen auch von ihm schon einmal bedrängt gefühlt haben.

Im Arbeitsalltag hat Henning, 41, schon häufiger Bundestagsabgeordnete erlebt, die zu vorgerückter Stunde Journalistinnen einladen: "Sie können gern zu mir ins Büro kommen, ich habe immer eine Flasche Rotwein parat."

Beschämend fand er das früher, unangenehm, aber nicht problematisch. Schließlich besteht kein Abhängigkeitsverhältnis. "Ich wusste bislang nicht, dass für viele Frauen so eine dauerhafte Anmache ernsthaft ein Problem ist", sagt Henning. Er will jetzt genau darauf achten, was er sagt - und genau hinschauen, was in seinem Umfeld passiert.

Das war's? Ein bisschen Selbstreflexion, und schon ist das Problem vom Tisch? Noch lange nicht. Wer nachhakt, hört auch von diesen selbstkritischen Männern: Statt über die Typen zu schimpfen, sollten Frauen lieber ihren freizügigen Geschlechtsgenossinnen die Bluse zuknöpfen, findet Henning. Und Journalist Christoph glaubt: "Männer ziehen Frauen eher mal im Geiste aus als umgekehrt. Und wenn eine Frau sehr hübsch und aufreizend ist, sehen wir Männer sie in erster Linie als Sexobjekt. Natürlich können und müssen wir uns zügeln, dürfen sie nicht anfassen oder bedrängen, aber die Gedanken sind nun einmal da."

  • Der PR-Manager: "Frauen setzen mit ihrer Kleidung Zeichen"

Alex, der PR-Manager, empfiehlt Berufsanfängerinnen sogar, sich wegen ihrer Wirkung auf Männer beraten zu lassen. Schließlich müsse eine Frau sexistisches Verhalten ja auch nicht provozieren. "Wenn eine 23-jährige Praktikantin gut aussieht, sollte sie einfach wissen: Sie ist das junge Ding." Sein Rat lautet daher: "Liebe Frauen, die Männer werden sich nicht ändern. Und wenn ihr am ersten Bürotag braungebrannt in kurzem Rock und High Heels in einer männerdominierten Abteilung auflauft, solltet ihr euch nicht wundern, wenn die Kerle euch anmachen."

Er selbst findet die lockere Atmosphäre in Agenturen ganz gut. Neulich erst habe eine Teamleiterin zum Junior gesagt, mit übertrieben erotischer Stimme: "Ich will dich im Konfi - jetzt!" Eine Telefonkonferenz stand an. Und Sprüche wie "Du hast aber einen knackigen Arsch in der Hose" habe er, Alex, auch schon zu hören gekriegt. "Dann rufe ich aber nicht gleich die Ethikkommission an."

Im Gegenzug verlangt er Toleranz für seine eigenen Sprüche, zumal es ihm meist "scheißegal" sei, was ihm da wieder entfleucht sei. Wo fängt dann bei ihm der Ober-Chauvi an? "Ein Klaps auf den Hintern oder andere Berührungen gehen gar nicht, abgesehen von Begrüßungsritualen."

Männer sind also, wie sie sind, ein bisschen direkt, breitbeinig, triebgesteuert? Nein, das ist ja bloß das Stereotyp - so wie umgekehrt die Braungebrannte im Minirock. Die Verwirrten, es gibt sie auch. Sie fragen sich: Bei welcher Frau darf ich gucken? Welche erwartet es geradezu von mir? Bei welcher sollte ich es tunlichst vermeiden?

  • Der Lehrer: "Ich habe Angst, etwas angehängt zu bekommen"

In einer PR-Agentur geht es anders zu als in einer Behörde, das ist klar. Oder an einer Schule. Thomas, 30, unterrichtet an einer Grundschule, zwölf Kolleginnen hat er und zwei Kollegen. Er ist ein ruhiger Typ, sehr freundlich und zurückhaltend. Die Kinder mögen ihn, so wie fast alle Grundschüler ihre Lehrer mögen. Manchmal weinen sie, suchen Trost; trotzdem versucht Thomas, jeden Körperkontakt zu vermeiden und nie mit einem Kind allein zu sein. Mädchen, die ihn umarmen wollen, versucht er unauffällig auf Abstand zu halten.

Seit der Sexismus-Debatte ist er noch vorsichtiger als vorher: "Ich habe Angst, dass Eltern mir mal was anhängen", sagt er. Entspannt klingt das nicht.

  • Der Nerd: "Es ist eine Art Krieg"

Von verschreckten Männern berichtet auch Michael, 45. Obwohl er in einem sehr männlichen, sehr technischen Umfeld arbeitet: Er verdient sein Geld als Programmierer und engagiert sich im Chaos Computer Club. "Der CCC ist eine soziale Auffangstation", sagt er. Die Nerds seien zwar meist hochintelligent, wüssten aber oft nicht mit anderen Menschen umzugehen. Der Club ist als Männerladen verschrien, das ist den Teilnehmern bewusst, deswegen haben sie schon vor der Causa Brüderle Sexismus zum Thema gemacht.

So verteilten vor allem Frauen auf dem CCC-Kongress Ende vergangenen Jahres erstmals grüne, gelbe und rote "Creeper Move Cards", um sich damit gegen sexistische Bemerkungen zu wehren.

Aus SPIEGEL JOB 1/2013
  • Der Text ist aus dem Magazin SPIEGEL JOB mit Beiträgen aus der Berufswelt - für Einsteiger, Aufsteiger, Aussteiger. Weitere Themen: Die Andersmacher der "Generation Y". Gripsgewinnler - Karrierefaktor Intelligenz. Geschichten vom Gelingen und Scheitern. Wie junge Deutsche ihr Glück in Hollywood versuchen. Und noch viel mehr. Schauen Sie doch mal rein.
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Manche fühlten sich schon beleidigt, wenn ein Mann ihnen die Tür aufhielt, und zeigten ihm die rote Karte. "Du solltest froh sein, dass du nur diese Karte und keinen Schlag ins Gesicht bekommen hast", stand darauf. "Reiß dich zusammen und denk drüber nach - beim nächsten Mal könntest du weniger Glück haben." Diese Aggressivität habe viele abgeschreckt, sagt Michael.

Er redet gern, schnell, manchmal laut, er wiederholt zur Sicherheit, dass er gegen Sexismus sei, dass er sich über mehr Frauen im CCC freuen würde. Aber wie die Debatte geführt werde, gefalle ihm nicht. Auch wenn sie sicher bei dem einen oder anderen zu etwas mehr Sensibilität geführt habe. "Es ist eine Art Krieg", sagt er. "Die eine Seite brüllt, die andere brüllt zurück." Das habe vieles zerstört. "Das Mitgefühl geht verloren, und das ist doch das Wichtigste, was wir haben."

Wie klappt das besser ohne krampfige Regelhuberei?

Nur: Wie können Frauen auf die ungeheuer nervige Pograpscherei und Wangentätschelei aufmerksam machen, ohne lauter zu werden? Wie finden Männer und Frauen einen Umgang ohne blöde Missverständnisse und krampfige Regelhuberei?

In den USA oder Skandinavien ist Sexismus stärker geächtet als in Deutschland - Übergriffe werden dort härter bestraft. Was, entgegen manchen Schreckensbildern, nicht dazu geführt hat, dass ganz Amerika im Flirtverbot verharrt oder die Menschen in Skandinavien wie Roboter nebeneinander herarbeiten.

Und ganz bestimmt braucht es selbstbewusste Menschen, die nein sagen. Chefs, die Stellung beziehen und ein gutes Arbeitsklima schaffen. Freunde, die aufeinander aufpassen.

Frauen, die sich belästigt fühlen, sollten aus Alex' Sicht die Beispiele sammeln, gleichzeitig aber "entdramatisieren" - auch um nicht als Zicke dazustehen. "Meist handelt es sich doch bei den Typen, die so drauf sind, um Verbalerotiker. Die klopfen zwei, drei Sprüche, arbeiten dann weiter und gehen abends ganz brav zu ihrer Familie nach Hause." Frauen dagegen fühlten sich offenbar anschließend den ganzen Tag angegriffen.

"Es gibt doch auch im Privaten ständig Missverständnisse und Interpretationsprobleme zwischen Mann und Frau", sagt Alex. Das sei im Job kaum anders. Nur, dass es im Privaten meist keine Hierarchien gibt. Offenbar ist das bei der ganzen Debatte nicht deutlich genug geworden, jedenfalls sprechen es nur wenige Männer an: Das Wichtigste ist nicht, ob es sich um verbale oder tätliche Übergriffe handelt. Alle Arten blöder Anmache empören und verletzen, wenn Macht im Spiel ist. Wenn es der Chef ist, der tätschelt oder raunt oder glotzt.

Alex findet, dass die Frauen schlicht zu viel erwarten. "Bei einem Date sollen wir Männer die Initiative ergreifen und um ein Wiedersehen betteln. Im Büro sollen wir die zahmen Softies sein. Wie soll das gehen?"

Solche Fragen sollte er fortan vielleicht öfter mal offen den Kolleginnen stellen. Alex würde dann erfahren, wie das gehen kann: Er müsste nur den Unterschied zwischen Tanzfläche und Teeküche erkennen können.

  • Die Autorinnen Lena Greiner (links; Jahrgang 1981) und Frauke Lüpke-Narberhaus (Jahrgang 1983) sind SPIEGEL-ONLINE-Redakteurinnen.

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Seite 1
phelan 19.12.2013
1. optional
"Solche Fragen sollte er fortan vielleicht öfter mal offen den Kolleginnen stellen. Alex würde dann erfahren, wie das gehen kann: Er müsste nur den Unterschied zwischen Tanzfläche und Teeküche erkennen können." Jede Frau, mit der ich sprach, fand #aufschrei überzogen und lächerlich. "aut einer Studie des Bundesfamilienministeriums hat weit mehr als die Hälfte der Frauen schon mindestens einmal sexuelle Belästigung erlebt. Bei 22 Prozent der Befragten fanden die Herabsetzungen oder Übergriffe während der Arbeit oder der Ausbildung statt." sexuelle belästigung wurde da wie definiert? Als "sie könnten ein dirndl gut ausfüllen"? Das hilft der sache nicht, sorry.
nibal 19.12.2013
2. Die vermutlich sinnloseste Debatte des Jahres
zum Jahresende nochmal aufgewärmt. Wer Missbrauch und Türe aufhalten in einen Topf wirft muss sich aber auch nicht darüber wundern nicht mehr ernst genommen zu werden. Sexismus ist weder das eine noch das andere.
spon-facebook-1619820576 19.12.2013
3. Deckmantel
Zitat von sysopGetty Images/ Collage: Franziska EbertAnfang des Jahres kannte Deutschland wochenlang nur ein Thema: Sexismus. Ein #Aufschrei ging durchs Land. Alle debattierten über Anmache und Grapscherei im Job. Hat sich etwas geändert? http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/aufschrei-was-die-sexismus-debatte-bewirkt-hat-a-928395.html
Unter dem Deckmantel das Thema offen zu Diskutieren werden leider auch in dem Artikel Männer grundsätzlich als schlecht hingestellt und die armen Frauen wieder als Opfer dargestellt. Die Autorinen haben es leider verpasst eine tatsächliche offene Diskussion in dem Artikel zu erzeugen. Es wurde mehrfach und oft wiederholt darauf hingewiesen das es der Mann doch zu unterlassen hat. Tja nur was. Darüber sind wir uns doch alle uneins weil das jeder Mensch persönlich anders sieht. Die Autorinen hätten zum Beispiel mehr auf das Bsp. der Nerds eingehen können. Wenn eine Frau meint einen eine rote Karte zu geben weil man Ihr die Tür aufhält und Sie das als Sexismus empfindet hat die gute Frau einfach nur nen Sockenschuß. Das gehört für mich zur Guten Erziehung und hat nichts mit Sexismus zu tun. Und genau das hätten die Autorin aufgreifen sollen. Natürlich haben die Autorinen mit so machen dreckigen Typen recht, jedoch trifft das leider auch auf die gleiche Anzahl von Frauen zu die Höflichkeit mit Sexismus verwechseln.
werner2013 19.12.2013
4. Die Schwierigkeiten der Balz
Letztlich finden immer einige passende Paare zusammen. Dann hat das mit der Balz mal wieder geklappt. Dann ist es auch nicht wichtig, wie gut oder schlecht geflirtet wurde. Bei der Diskussion vom Frühjahr bleiben leider die von Natur aus Schüchternen und die Zurückhaltenden auf der Strecke, da sie sich nun völlig verunsichert gar nicht mehr aus der Deckung wagen. Natürlich gibt es auch jene, die aus falsch verstandenem Mannesstolz Zoten reißen und die, die sich bei permanent geblickfickt fühlen. Beiden empfehle ich etwas mehr Mäßigung.
zynisch 19.12.2013
5.
Zitat von sysopGetty Images/ Collage: Franziska EbertAnfang des Jahres kannte Deutschland wochenlang nur ein Thema: Sexismus. Ein #Aufschrei ging durchs Land. Alle debattierten über Anmache und Grapscherei im Job. Hat sich etwas geändert? http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/aufschrei-was-die-sexismus-debatte-bewirkt-hat-a-928395.html
Eines hat die Debatte allerdings gezeigt. Nämlich, dass viele Feministinnen offenkundig doch eine sehr selektive Wahrnehmung haben. Die Quintessenz, welche bei den ganzen Diskussionsrunden um Frau Wiszorek und ihre "Aufschrei" Kampagne herauskam, war, dass es selbstverständlich der Deutungshoheit der jeweiligen Frau unterworfen ist, wann und vor allem von wem in welcher Art und Weise etwas als Sexismus wahrgenommen wird und wann nicht. Die Damen haben ja offen formuliert, dass ein und das selbe Verhalten von dem einen Mann als angenhme "Anmache" und von einem anderen Mann als aufdringlicher Sexismus wahrgenommen wird. Oder anders formuliert: Das, was offenbar viele dieser Damen für sich gerne in Anspruch nehmen möchten, ist ein willkürlicher sexueller Deutungsabsolutismus mit entsprechenden Sanktionsmöglichkeiten.... Dieser ganze Genderquatsch nimmt mitunter seltsame Züge an. Wenn eine Frau halbnackte Werbung für Unterwäsche macht, ist das Reduzierung sowie sexuelle Ausbeutung einer Frau. Wenn ein Mann mit Adonisbody das gleiche in der Cola-ligth Werbung macht, ist es eine ansprechende Werbung... ...Der Unsinn hat inzwischen System und beginnt schon bei den Kleinsten. Während es für Mädchen, öffentlich gefördert durch die ganzen sog. Gleichstellungsstellen öffentlicher Körperschaften, dutzende kostenlose Angebote und Kurse gibt (Schminkkurs, DJ Kurs, Selbstbehauptungskruse, usw und so fort) werden Jungs außer Fußball schon früh kindlich geprägt und auf einen einzigen Kurs reduziert: Anti-Aggressionstraining! Und zum guten Schluss führt die Politik pflichtbewusst die Frauenquote für Aufsichtsratsposten ein. Wieviel % der Gesellschaft betrifft das wohl und welcher Personenkreis profitiert wohl als erste um nicht zu sagen einzige davon? Ein Schelm, wer böses dabei denkt!! Ja, es hat sich etwas geändert: Der Feminismus praktiziert exakt das, was man auf der maskulinen Seite so vehement als diskriminierend verurteilt. Also einfach mal den Spieß umdrehen... Was für ein Fortschritt im Namen der "Gleichberechtigung/Gleichstellung"
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