Verborgene Begabungen Finden Sie Ihr Supertalent!

Talentiert: Ein bunter Strauß von Fähigkeiten - doch welche sticht hervor?
Corbis

Talentiert: Ein bunter Strauß von Fähigkeiten - doch welche sticht hervor?

2. Teil: Etwa doch keine Spitzenläuferin? Na gut, dann eben Superschmeckerin. Oder Despotin


Der Test ist ausgesprochen unangenehm. Ich muss eine Maske tragen, die die Zusammensetzung der Luft analysiert, die ich ausatme, während ich auf einem Laufband renne, das immer schneller wird. Als Easton sich mein Ergebnis anschaut, meint er, ich hätte mich nicht genug angestrengt. Allerdings deuten bei mir sowohl Körperfettanteil als auch Body-Mass-Index auf eine Fitness für Langstreckenläufe hin.

Aber just in dem Augenblick, in dem ich mich selbstgefällig zurücklehnen möchte, muss ich eine bittere Enttäuschung einstecken. Ein einfacher Bluttest zeigt, dass die Zahl meiner roten Blutkörperchen und mein Hämoglobinwert unterdurchschnittlich niedrig sind. Damit ist die Menge an Sauerstoff beschränkt, die mein Blut transportieren kann. Trotz all der hoffnungsvollen Zeichen - egal wie hart ich auch trainiere, ich werde niemals eine Spitzenmarathonläuferin werden.

Die nächste Etappe meiner Erkundungsreise führt mich in einen sterilen weißen Raum. Ich sitze an einem Tisch vor einer eindrucksvollen Sammlung von Gläsern und Tassen.

Geschmacksknospen auf dem Prüfstand

Ich bin gekommen, weil ich wissen möchte, ob ich das Zeug zu einem meiner heimlichen Traumjobs habe - Restaurantkritiker. Die Verantwortlichen bei der Nahrungsmittel- und Geschmacksforschungsfirma MMR, die an der britischen University of Reading ansässig ist, waren einverstanden, mich all die Tests durchlaufen zu lassen, mit denen sie Geschmackstester aussuchen, die an der Erforschung und Entwicklung neuer Produkte beteiligt sind. Laut Christine Barnagaud, einer der führenden Geschmacksforscherinnen des Instituts, kommen nur rund zehn Prozent der Bevölkerung durch das Auswahlverfahren.

Gehöre ich dazu?

Ein ausgezeichneter Geruchssinn ist ganz wichtig für jeden professionellen Geschmackstester. Also schnüffle ich als Erstes eine Reihe von Gläsern entlang, die mit aromatisierter Watte gefüllt sind, und versuche zu sagen, wonach der Inhalt jeweils riecht. Dann nehme ich kleine Schlucke aus den Tassen und schreibe auf, welchen Geschmack die Flüssigkeiten haben. Bei weiteren Tests soll ich die verschiedenen Grundgeschmacksrichtungen unterscheiden: bitter, süß, salzig, sauer und umami (herzhaft). Ein Viertel der Probanden fällt bei diesem Test durch - sie haben eine Abweichung auf ihrem PTC-Gen, die ihre Fähigkeit beeinträchtigt, Bitteres zu schmecken. Wenn Sie einen starken Espresso als fade empfinden, sind Sie womöglich bitterblind. Bei dem schwierigsten Test muss ich mehrere Geschmacksrichtungen in ein und derselben Flüssigkeit identifizieren.

Insgesamt ist Barnagaud von meinem Abschneiden beeindruckt: 65 Prozent meiner Antworten sind richtig; das ist ungefähr die Grenze, an der sich entscheidet, wer für die weitere Ausbildung zugelassen wird. "Grob gesagt, gilt folgende Korrelation: Je mehr Geschmacksknospen Sie haben, desto sensibler reagieren Sie", sagt sie. Ihre Anzahl lässt sich herausfinden, wenn Sie mit einem Wattestäbchen, das in blaue Lebensmittelfarbe getaucht wurde, über die Zunge fahren. Im Anschluss werden die rosafarbenen Erhebungen gezählt. Der Durchschnittsmensch hat ungefähr 20 auf einer Fläche von der Größe des Lochs, das ein Papierlocher macht, obwohl die Zahl auch stark abweichen kann: Sogenannte Superschmecker haben 50 oder sogar mehr.

Paradoxerweise disqualifiziert sie das als professionelle Geschmackstester, da sie schon ganz gewöhnliche Geschmacksrichtungen wie in Rucola, Brokkoli und Chili als überwältigend wahrnehmen. An welchem Punkt Sie auch immer anfangen - Sie können Ihre Geschmacksknospen trainieren, indem Sie sie ganz einfach mehreren Geschmacksrichtungen aussetzen. Verschiedene Nahrungsmittel, wie Kräuter, zu riechen und ihnen Namen zu geben - selbst wenn Sie das nur ein paar Minuten am Tag machen -, kann schon helfen, den Geschmackssinn zu verbessern. Und das sind Techniken, die ich brauchen werde, wenn ich meinen Gaumen für diesen Traumjob kultivieren möchte.

Dominanz-Check

In meinem Alltag habe ich kaum Gelegenheit, eine Führungsrolle einzunehmen. Aber ich war schon immer überzeugt, eine ziemlich gute Chefin abzugeben. Um herauszufinden, ob ich mir nur etwas vormache, besuche ich Mark van Vugt und sein Team an der Freien Universität Amsterdam. Er betrachtet Führungsqualität aus evolutionärer Sicht. Seiner Ansicht nach konnten sich unsere frühen Vorfahren, die in kleinen Gruppen in einer gefährlichen Umwelt lebten, nur mit sehr leistungsfähigen Anführern behaupten. Daher, so van Vugt, seien wir evolutionär darauf programmiert, bei unseren Führern ganz bestimmte Eigenschaften zu erwarten, die sein Team gerade sucht.

Einige Führungsqualitäten sind physischer Natur; die wichtigste ist wohl die Körpergröße. Nancy Blaker fand in Amsterdam heraus: Sowohl Männer als auch Frauen trauen größeren Menschen eher Führungsqualitäten zu. Warum? Weil wir die Größe mit Eigenschaften assoziieren, die eine Führungskraft haben sollte. "Große Männer werden als dominanter, gesünder, zupackender und auch als intelligenter angesehen", sagt sie. "Frauen werden bloß für intelligenter gehalten." Um als groß zu gelten, müssen Sie mindestens zehn Zentimeter über dem Wert Ihrer durchschnittlichen Geschlechtsgenossen liegen - auf mich mit meinen 1,70 Metern trifft das leider nicht zu (Group Processes & Intergroup Relations).

Mein jugendliches Aussehen erweist sich in dieser Hinsicht aber als Segen - in einigen Situationen jedenfalls. Zwei andere Teammitglieder, Allen Grabo und Brian Spisak, haben herausgefunden, dass wir in Zeiten des Wandels jünger aussehende Anführer bevorzugen, in stabilen Zeiten dagegen reifere Gesichter. Ihren Studien zufolge greifen wir, wenn erhöhte Kooperationsbereitschaft gefragt ist, bei beiden Geschlechtern auf Führungskräfte mit eher weiblichen Zügen zurück; in Konfliktsituationen dagegen ziehen wir solche mit eher maskulinen Gesichtszügen vor (PloS One). "Jemand mit einem sehr viel männlicher aussehenden Gesicht verhält sich mit größerer Wahrscheinlichkeit aggressiv", sagt Grabo, "und wird daher wahrscheinlich besser die Gruppe verteidigen können."

Fingerlängen und Führungsstil

Wie maskulin oder feminin Sie aussehen, hängt zum Teil von den Testosteronwerten ab, denen Sie im Mutterleib ausgesetzt waren. Eine Studie des Psychologen John Manning, der heute an der britischen Swansea University forscht, zeigt, wie Sie das ermitteln können: Sie müssen das Längenverhältnis ihrer Zeige- und Ringfinger berechnen - ein geringer Unterschied weist auf viel Testosteron in der Gebärmutter hin. Diese Schlussfolgerung zweifeln Kritiker aber neuerdings an.

Doch viele Studien belegen, dass das Längenverhältnis mit einer ganzen Reihe von Merkmalen korreliert. So sind laut Leander van der Meij, Psychologe ebenfalls an der Freien Universität Amsterdam, Männer, bei denen der Unterschied der Länge der beiden Finger klein ist, aggressiver und dominanter (Aggressive Behavior). Ihr Führungsstil, so vermutet er, sei eher despotisch und weniger vermittelnd als jener von Führungsfiguren mit einem größeren Unterschied zwischen den beiden Fingern. Bei mir ist der Wert extrem niedrig - weit jenseits der Skala für normale Frauen -, was laut van der Meij ein Grund dafür sein könnte, dass ich ein "männliches, auf Wettbewerb ausgerichtetes Gehirn" habe. Mein Führungsstil könnte daher wohl ein unangenehm despotischer sein.

Berliner Rechentest zur Risikoeinschätzung

In Sachen Urteils- und Entscheidungsvermögen zeigen alle Forschungsergebnisse der vergangenen 50 Jahre, dass die meisten Menschen nur selten die Risiken ihrer Entscheidungen korrekt einschätzen. Doch einige wenige schaffen es, ihre unbewussten Vorurteile beiseitezuschieben und dann auch in schwierigen Situationen gut zu entscheiden. Ich habe nicht den Ehrgeiz, Spielerin, Testpilotin oder Entdeckerin zu werden, aber dennoch wünsche ich mir diese Fähigkeit auch im Alltag. Und ich kann herauszufinden, ob ich über dieses Talent verfüge.

Im Berliner Rechentest, entworfen vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, sollen Sie Wahrscheinlichkeitsaufgaben lösen, um Ihre Fähigkeit zu messen, Risiken korrekt einzuschätzen und entsprechend zu handeln. Ich finde den Test sehr schwierig, aber das Resultat ist überraschend gut. "Im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt gehören Sie zu den Menschen mit der höchsten Risikokompetenz", ergibt die Online-Bewertung. Das ist ein guter Anfang, aber das Ganze wirkt auf mich wie ein Mathe-Test. Mir ist nicht klar, inwiefern er untersucht, ob ich mich im Alltag auf meinen Instinkt verlassen kann oder nicht. Selbst der Psychologe Edward Cokely von der Michigan Technological University in Houghton, der den Test mitentwickelt hat, räumt ein, dass es bei der Risikokompetenz nicht allein um die rechnerische Bewertung von Chancen geht - meistens haben wir dafür ohnehin nicht genug Informationen -, sondern auch um eine entscheidende andere, verwandte Fähigkeit: zu wissen, wie verlässlich unsere Urteile sind.

Risk Intelligence Test

Hier kommt ein zweiter Test ins Spiel. Ich soll entscheiden, ob Behauptungen wahr oder falsch sind, und dann angeben, wie sicher ich mir jeweils bin. Mein Ergebnis hängt nicht davon ab, ob ich recht oder unrecht hatte, sondern wie gut ich meine eigenen Grenzen kenne. Dylan Evans, Erfinder des Tests und Autor des Buchs "Risk Intelligence" (Free Press 2012), behauptet, der Test würde messen, wie gut Menschen die Wahrscheinlichkeit eines unsicheren Ereignisses vorhersagen können. Er nennt das Risikointelligenz.

Sollte Ihr Testergebnis - so wie meines - nicht gerade herausragend sein, können Sie dennoch an Ihrer Risikointelligenz arbeiten. Evans vermutet, manche Menschen könnten Risiken deshalb besonders gut einschätzen, weil sie jedes Mal, wenn sie ein Risiko eingingen, entsprechendes Feedback bekämen. "Das ist ein bisschen so, als wenn Sie beim Dart bei jedem Wurf das Ziel neu anpeilen, um mit dem Pfeil möglichst ins Schwarze zu treffen - jedes Feedback, ob wir richtiggelegen haben, hilft uns, unsere Risikointelligenz zu verbessern", sagt er. Vorausgesetzt, wir sind bereit, aus unseren Fehlern zu lernen.

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Prüfung der Interozeption

Immer noch auf der Suche nach einem verborgenen Supertalent in mir, fasse ich den Entschluss, diejenige potentielle Begabung genauer zu erforschen, die mich fasziniert, seit ich im vergangenen Oktober im britischen "New Scientist" zum ersten Mal darüber las.

Interozeption ist die Fähigkeit, die Signale des eigenen Körpers richtig zu erfassen - sie wird daran gemessen, wie gut Sie die Zahl der eigenen Herzschläge angeben können, ohne den Puls zu messen. Das mag nach einem sehr merkwürdigen Talent klingen. Aber immer mehr Studien belegen, dass eine ganze Reihe nützlicher kognitiver und verhaltensbezogener Eigenschaften damit zusammenhängen. So sind etwa Menschen mit hoher interozeptiver Sensibilität auch grundsätzlich intuitiver veranlagt - vielleicht weil unser Bauchgefühl auf unbewussten körperlichen Signalen basiert. Solche Menschen können Gefahren erspüren, die dem Bewusstsein verborgen bleiben. Sie erinnern sich auch besser an emotionale Informationen und haben ein reichhaltigeres Gefühlsleben. Das mag daran liegen, dass der insuläre Kortex des Gehirns interne Körpersignale registriert und zugleich Emotionen verarbeitet. Außerdem sind diese Menschen sensibler und einfühlsamer; sie haben weniger Angst, öffentlich zu sprechen.

Da ich ergründen möchte, wie es um meine eigenen interozeptiven Fähigkeiten bestellt ist, besuche ich das Sackler Centre for Consciousness Science an der britischen University of Sussex. Dort treffe ich die Psychiater Hugo Critchley und Sarah Garfinkel. Als Erstes bittet mich Garfinkel zu schätzen, wie oft mein Herz in einer bestimmten Zeitspanne schlägt, während sie meinen Puls misst. Ich schneide gut ab. Nur etwa einem Viertel der Bevölkerung gelingt es - so wie mir -, den eigenen Pulsschlag mit einer Genauigkeit von 80 Prozent oder mehr anzugeben.

Die individuellen Unterschiede bei der interozeptiven Sensibilität scheinen relativ stabil zu sein, obwohl die Sensibilität mit dem Alter abnimmt. Dennoch sind Garfinkel und Critchley überzeugt, dass Training zur Verbesserung führen kann. Ein sinnvoller Zwischenschritt scheint zu sein, wenn Sie den Pulsschlag oder andere interne Körpersignale mit direkt wahrnehmbaren Empfindungen verbinden. Garfinkel schlägt vor, die Aufmerksamkeit auf eine Körperregion zu richten, um herauszufinden, an welcher Stelle Sie Ihren Puls am besten spüren. Bei mir sind es die Fingerspitzen. Garfinkel selbst kann mit etwas Übung ihren Herzschlag in ihrem Kopf fühlen. Eine durch Übung erhöhte Aufmerksamkeit für körperinterne Zustände kann auch therapeutisch nützlich sein, unter anderem, weil eine niedrige interozeptive Sensibilität mit Depressionen in Verbindung stehen soll.

Autonomes Biofeedback - ich bin ein Raupenjockey

Eine der am Sackler Centre eingesetzten Methoden zur Verbesserung der Interozeption ist das autonome Biofeedback. Ich werde an ein Gerät angeschlossen, das die Hautleitfähigkeit misst. Dabei soll ich eine Zeichentrickfigur in Form einer Raupe auf einem Bildschirm bewegen, indem ich ein unübliches Kontrollinstrument einsetze - meinen körperlichen Zustand. Das Gerät liest meinen physiologischen Erregungszustand ab. Je entspannter ich bin, umso weiter bewegt sich die Raupe nach rechts, in Richtung Ziellinie. Wenn ich angespannt bin, bewegt sie sich nach links. Um zum Ende des Spiels zu kommen, muss ich mit meinem Körper im Einklang sein. Aber selbst wenn die interozeptive Sensibilität bei jemandem nur schwach ausgeprägt ist, hilft ihm das Spiel. "Menschen, denen nicht wirklich klar ist, was ein körperlicher Entspannungszustand ist, können durch die Bewegungen der Raupe, die ihnen von außen Hinweise gibt, lernen, ihren Körper besser kennenzulernen", erklärt Garfinkel. Im Ergebnis kann das Spiel also Menschen beibringen, sich zu entspannen.

Mein Abschneiden legt nahe, dass ich ein echtes Naturtalent bin. "Ich kann es kaum glauben. Das war ganz erstaunlich", sagt Garfinkel, als meine Raupe nach 20 Sekunden die Ziellinie erreicht. Einigen gelingt es nicht, die Aufgabe in den erlaubten drei Minuten überhaupt zu bewältigen. "Diese Schnelligkeit ist sehr ungewöhnlich", fügt sie hinzu. "Sie haben eine neue Fähigkeit bei sich gefunden."

Endlich! Ich habe mein verborgenes Talent entdeckt - ich bin ein Weltklasse-Raupenjockey.

    Catherine de Lange ist Autorin für den New Scientist. Dort erschien dieser Artikel zuerst.
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Seite 1
singlesylvia 29.05.2013
1. Ich weiß nicht, wie gut ich bin, sag du's mir.
Wie gut oder schlecht ich bin bzw., was meine Stärken und Schwächen sind, lässt sich absolut gar nicht bestimmen, sondern immer nur im Vergleich. Alles, was ich kann oder nicht, ist ohne Vergleich für mich normal, allenfalls stufe ich Stärken und Schwächen nach dem Anspruch auf das Ergebnis ein. Wenn ich mit einem Drachenfliegeranzug fliegen kann, so mag das gegenüber denen, die es nicht können, als Stärke bezeichnet sein, ein Adler wird sich ob meiner technisch zwangsläufig begrenzten Flugkünste vor Lachen bepissen. Oder ganz simpel ausgedrückt: "Laie - > (Experte)-meine Kompetenz-(Laie) - > Experte".
jay.ref 29.05.2013
2. Wo kann man in Berlin ähnliche Tests machen?
Vielen Dank für diesen vielschichtigen Artikel. Ich bin ein Freund der Quantified Self Bewegung und Sie haben mich mit Ihrem Beitrag sehr neugierig gemacht. Gibt es in Berlin oder Hamburg Möglichkeiten ähnliche Tests zu machen? Zumindest einen oder zwei der Beschriebenen? Vielen Dank!
dubidui 30.05.2013
3. Test ist Blödsinn
Der IQ-Test ist Blödsinn. Ich hab promoviert, kann 5 Programmiersprachen und hab in meinem Leben schon so einiges erreicht. Bei dem Test musste ich bei mehr als 50% raten weil ich die Vorgehensweise nicht verstand. Anscheinend bin ich wohl dumm und meine Leistungen waren Glück. Die Aufgaben im Test gehen alle in die selbe Verständnisrichtung und sagen nix über Intelligenz aus.
platon2011 30.05.2013
4. Märchenstunde
Die hier beschriebenen Theorien und Versuche sind doch eher kritisch zu betrachten. Sehr viel populärwissenschaft, sehr wenig Substanz. Frei nach dem Motto "der Glaube versetzt Berge". Rede dem Menschen etwas ein, oder besser, sorge dafür dass er es selber tut und es erfolgt der gewünschte Effekt. Dies funktioniert zum Teil ja auch. Aber eben nur zum Teil. Mit tatsächlichen Erkenntnissen hat dies allerdings nichts zu tun.
jay.ref 30.05.2013
5. Arbeitsgedächtnis und IQ
Interessante Studie des Max Planck Instituts zum Training des Arbeitsgedächtnisses: http://ki.se/content/1/c6/05/46/94/Lindenberger-CAC.pdf Subsummierend haben die Herausgefunden, was eigentlich jeder vermuten würde. Durch Training des Arbeitsgedächtnisses mit interaktiven Übungen wird man auch in Aufgaben besser, die man nicht trainiert hat. Analog zu, wenn ich mehr Laufen gehe, wird meine Kondition besser und ich kann mehr Leistung auf dem Fußballplatz bringen. -> gute Laufleistungen, genau wie gute IQ Ergebnisse sind eine Sache des richtigen Trainings.
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