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Berufe-Ranking Ich habe mehr Stress als du!

Professor, Juwelier oder doch lieber PR-Berater? Wer keine Lust auf Hetze hat, muss sich die Berufswahl gut überlegen. Stress ist relativ - eine Jobbörse aus den USA hat eine Hitliste der stressigsten und lässigsten Berufe erstellt.
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Berufe-Ranking: Die stressigsten und lässigsten Berufe

Foto: NIKOLA SOLIC/ REUTERS

Stressig heute? Dauernd Anrufe, E-Mails und Vorgesetzte mit superwichtigen Spezialaufträgen, an die sie sich schon morgen nicht mehr erinnern? Ja, das kann einen schon mächtig unter Druck setzen. Aber vergleichen Sie das mal mit einem Feuerwehrmann im Einsatz! Stress ist relativ.

Welche Berufe sind besonders stressig? Dieser Frage ist die US-amerikanische Job-Plattform Careercast nachgegangen. Es ist sicher keine exakte Wissenschaft und einerseits für die Macher der Seite ein Spiel, wie das bei Rankings dieser Art oft so ist: Meine Arbeit ist anstrengender als deine, ich bin härter als du.

Andererseits aber ist die Frage für jemanden, der sich in der Welt der Berufe erst noch orientieren muss, ein wichtiger Aspekt: Welchem Druck setze ich mich langfristig mit einer Berufsentscheidung aus? Die Liste liest sich plausibel: Soldaten und Generäle müssen ganz schön was abkönnen, gefolgt von Feuerwehrleuten und Piloten. Als stressig stuft die Job-Plattform auch die Berufe Veranstaltungsmanager, Pressesprecher, Zeitungsreporter und Polizist ein.

Mehr Gesellschaftsspiel als Wissenschaft

Und wo geht es eher entspannt zu? Nach Einschätzung von Careercast zum Beispiel bei Audiologen, Friseuren, Juwelieren und Professoren. Einige Beispiele für die stressigsten und lässigsten Jobs finden Sie oben in der Fotostrecke.

Aber wie vergleicht man den Stress, den zwei Jobs auslösen? Mit den Einstufungen dürften viele Berufstätige überhaupt nicht einverstanden sein. Die genauen Gründe dafür legt Careercast  gar nicht erst offen und verrät zur Methode lediglich, dass elf verschiedene Faktoren ausgewählt und unterschiedlich gewichtet wurden, die im Berufsalltag eine Rolle spielen. Betrachtet werden:

  • Dienstreisen
  • Aussichten auf einen Gehaltsanstieg
  • Abgabetermine
  • öffentliche Wahrnehmung
  • Konkurrenzdenken
  • körperliche Anforderungen
  • Arbeitsumfeld
  • Gefahren
  • eigene Lebensgefahr
  • Lebensgefahr für andere
  • öffentliche Auftritte

Ob tatsächlich alle diese Punkte abschreckend sind oder einiges davon nicht doch eher aufregend ist, hängt auch an den persönlichen Vorlieben jedes Berufstätigen: Manche Journalisten zum Beispiel finden Deadlines eher kreativitätsfördernd, andere fühlen sich auf Dauer davon zermalmt. Careercast zitiert einen Feuerwehrmann, der sich über den eigenen Berufsstand lustig macht: "Jeder, der nur ein bisschen Verstand hat, rennt aus einem brennenden Haus hinaus." Und nicht rein.

Es lohnt allemal, bei der Berufswahl die Stressaspekte mitzubedenken. Und sich vielleicht doch für einen ganz anderen Job zu erwärmen, als man zunächst dachte.

Stresstest
Foto: Corbis
mamk
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