Im Vorstellungsgespräch Eine Frage des Geldes

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Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch! Für meinen Traumjob! Schon Tage vorher spielte ich im Kopf alle möglichen Frage-Antwort-Szenarien durch. Was ist Ihre größte Schwäche? Schokolade. Nein, das wäre zu platt. Ungeduld? Schon besser.

Welchen Prominenten würden Sie gerne mal treffen? Wie viele Smarties passen in einen Smart? Ich quälte mich mit den absurdesten Fragen, die eine Google-Suche zum Thema Vorstellungsgespräch zu bieten hat. Auf jede mögliche Wendung des Gesprächs wollte ich vorbereitet sein. Dann war es so weit.

Ich wurde weder nach Stärken noch nach Schwächen gefragt und nach Smarties schon gar nicht. Keine einzige Standardfrage, stattdessen ein wirklich nettes Gespräch. Es hätte nicht besser laufen können. Bis diese eine Frage kam, die mich völlig überrumpelte: Was für ein Gehalt stellen Sie sich denn vor?

Ich hatte tatsächlich nicht darüber nachgedacht. Keine Sekunde lang. Gibt doch einen Tarifvertrag, da gibt es eh keinen Spielraum. Oder doch?

Ich fing an zu stammeln: Naja, also, ich würde schon gern so viel verdienen wie in meinem aktuellen Job. Völlig verunsichert nannte ich mein damaliges Gehalt - und erntete ein herzliches Lachen. "Das ist ja weniger als unser Mindestlohn!" Den bekam ich dann.

Verena



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