Digitale Berufe "Es ist unglaublich schwierig, Feuergefechte zu sehen und nicht eingreifen zu können"

Vom Telemediziner bis zum Drohnenpiloten: Durch die Digitalisierung fallen nicht nur Jobs weg, es entstehen auch neue. Vier Menschen haben SPIEGEL ONLINE von ihrem Berufsalltag erzählt.

Ob beim Arzt oder im Militär: Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt
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Ob beim Arzt oder im Militär: Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt

Aufgezeichnet von Franca Quecke


Ein Architekt, der 3D-Objekte druckt. Ein Informatiker, der als Softwarearchitekt arbeitet. Hier erzählen vier Beschäftigte, welche Möglichkeiten ihre digitalen Berufe schaffen - und wann es kompliziert wird.

Die Digitalisierung krempelt unsere Arbeitswelt um, lässt neue Berufe entstehen und alte verschwinden. Sie verändert aber auch, wie wir arbeiten. Unternehmen wie "Sipgate" aus Düsseldorf oder das Berliner Start-up "Einhorn" demonstrieren im Arbeitsalltag agile Strukturen, die sich unter dem Schlagwort New Work zusammenfassen lassen. Das Konzept: Keine Chefs, keine Überstunden, alle sind verantwortlich. Der Traum jedes Arbeitnehmers? Hier erfahren sie mehr.

insgesamt 7 Beiträge
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marc.koch 20.05.2019
1. Digitalisierung! Digitalisierung?
Echt, ernsthaft? Dieses Gerede von "Digitalisierung" itritiert. Das hört sich an, als würden wir noch mit Lochkarten arbeiten. Digitalisierung hatten wir in den 80er Jahren. Und seither hat sich das weiterentwickelt. Keine Ahnung, was die Medien, die Politik damit nun wieder wollen. Der Begriff ist eine Chimäre, die immer dann aus der Versenkung auftaucht, wenn man bestimmte Technologien nicht, nicht vollständig oder missversteht. Mir macht mehr Sorgen, daß das Durchschnittsalter in den IT-Projekten immer höher wird und es kaum Fachleute unter 30 gibt. In den Telekommunikations-Werbespots toben die Teens und Twens bei Popmusik durch die Welt, während die Betriebsabteilungen der Telkofirmen ein Durchschnittsalter über 50 haben. Auch da fahren wir in Deutschland auf Verschleiß. Also, wie gesagt: "Digitalisierung! Ja, nee, ist klar."
larsmach 20.05.2019
2. Mustererkennungsbasierte KI "in den 80er Jahren"!??
Sie hatten mustererkennungsbasierte Datenverarbeitung in den 80er Jahren!? - Und damit konnten Sie Sprache semantisch analysieren wie es heute gewaltige vernetzte Datenbanken mit dezentraler Rechenleistung tun? - Was mich betrifft, so habe ich Informatik studiert, die ausschließlich auf Algorithmen fußte: Man gibt x, y, z Werte ein, und wenn man einen weglässt, muss man vorher exakt definieren, welcher das sein darf und wie dann zu rechnen ist. Mustererkennungsbasierte Optimierung funktioniert hingegen wie unsere Gehirne - derzeit noch langsamer, dafür aber mit realen Daten statt mit nebulösen Erinnerungen. Das ist auch der Grund, weshalb 2018 erstmals ein mustererkennungsbasierte System Dutzende Ärzte bei der Krebsdiagnose schlug (Durchschnittseinkommen: 6000 EUR/Monat und Arzt). Selbst der Controller meiner neuen Maschinenserie nutzt Mustererkennung zur Selbstoptimierung der Leistungskennlinien (und den habe ich samt Maschine mit einer Handvoll Ingenieuren entwickelt - früher hatte ich doppelt so viele Entwickler für so etwas, doch man stellt nach Pensionierungen keine neuen mehr ein und schafft dank neuer Software trotzdem mehr als je zuvor: Große Maschinen-Prototypen innerhalb weniger Monate dank vollautomatisierter Maschinenparks der Subunternehmer). Und wenn Sprachschnittstellen sich so schnell (sprich: exponentiell) weiterentwickeln wie bisher, können Sie schon viel früher als erst in 20 Jahren mit einer Expertendatenbank so laienhaft sprechen wie mit einem Juristen oder Mediziner - bekommen aber stets die optimale Beratung für Ihr Anliegen serviert. - Darüber braucht man nicht einmal zu spekulieren: Das Bruttoinlandsprodukt verrät uns (in schnöden Zahlen), dass der Anteil von Löhnen und Gehältern zu dessen Entstehung seit 1980 stagniert und nun sogar fällt. Dabei hat die Digitalisierung sämtlicher Lebens- und Arbeitsbereich gerade erst richtig begonnen. Die Bruttoinlandsprodukte gehören fast ausnahmslos Unternehmern und ihren Familien, die offenbar Jahr für Jahr mehr Dienstleistungen und Produkte mit immer höherer Qualität und immer weniger Menschen generieren können. In Frankreich zündet der kleine Mann bereits seinesgleichen die Autos an; ein klitzekleiner Vorgeschmack ist das... - denn Neid und Missgunst der unteren Klasse (also auch des leasingverschuldeten "Mittelstands") stehen offenen Diskursen zwecks Abhilfen tüchtig im Wege. Das sind verpasste Diskurse und Maßnahmen, wie milliardenschwere Selfmade-Unternehmer sie anregen, aus Sorge um die Stabilität dieser Welt.
linke_aussenbahn 21.05.2019
3.
Verstehe ich Sie richtig? Die heutige KI sind Algorithmen, die mehr als drei Parameter berücksichtigen und wenn einer fehlt ihn dann algorithmisch einfügen.
spdf 21.05.2019
4. re
Zitat von larsmachSie hatten mustererkennungsbasierte Datenverarbeitung in den 80er Jahren!? - Und damit konnten Sie Sprache semantisch analysieren wie es heute gewaltige vernetzte Datenbanken mit dezentraler Rechenleistung tun? - Was mich betrifft, so habe ich Informatik studiert, die ausschließlich auf Algorithmen fußte: Man gibt x, y, z Werte ein, und wenn man einen weglässt, muss man vorher exakt definieren, welcher das sein darf und wie dann zu rechnen ist. Mustererkennungsbasierte Optimierung funktioniert hingegen wie unsere Gehirne - derzeit noch langsamer, dafür aber mit realen Daten statt mit nebulösen Erinnerungen. Das ist auch der Grund, weshalb 2018 erstmals ein mustererkennungsbasierte System Dutzende Ärzte bei der Krebsdiagnose schlug (Durchschnittseinkommen: 6000 EUR/Monat und Arzt). Selbst der Controller meiner neuen Maschinenserie nutzt Mustererkennung zur Selbstoptimierung der Leistungskennlinien (und den habe ich samt Maschine mit einer Handvoll Ingenieuren entwickelt - früher hatte ich doppelt so viele Entwickler für so etwas, doch man stellt nach Pensionierungen keine neuen mehr ein und schafft dank neuer Software trotzdem mehr als je zuvor: Große Maschinen-Prototypen innerhalb weniger Monate dank vollautomatisierter Maschinenparks der Subunternehmer). Und wenn Sprachschnittstellen sich so schnell (sprich: exponentiell) weiterentwickeln wie bisher, können Sie schon viel früher als erst in 20 Jahren mit einer Expertendatenbank so laienhaft sprechen wie mit einem Juristen oder Mediziner - bekommen aber stets die optimale Beratung für Ihr Anliegen serviert. - Darüber braucht man nicht einmal zu spekulieren: Das Bruttoinlandsprodukt verrät uns (in schnöden Zahlen), dass der Anteil von Löhnen und Gehältern zu dessen Entstehung seit 1980 stagniert und nun sogar fällt. Dabei hat die Digitalisierung sämtlicher Lebens- und Arbeitsbereich gerade erst richtig begonnen. Die Bruttoinlandsprodukte gehören fast ausnahmslos Unternehmern und ihren Familien, die offenbar Jahr für Jahr mehr Dienstleistungen und Produkte mit immer höherer Qualität und immer weniger Menschen generieren können. In Frankreich zündet der kleine Mann bereits seinesgleichen die Autos an; ein klitzekleiner Vorgeschmack ist das... - denn Neid und Missgunst der unteren Klasse (also auch des leasingverschuldeten "Mittelstands") stehen offenen Diskursen zwecks Abhilfen tüchtig im Wege. Das sind verpasste Diskurse und Maßnahmen, wie milliardenschwere Selfmade-Unternehmer sie anregen, aus Sorge um die Stabilität dieser Welt.
Ein Arzt kann ungefähr 5 Prozent der Fälle aus dem Kopf heraus machen. Was den Rest angeht, muss er oder sie nachschauen. Deswegen liegen in den Arztpraxen u.a. ein sehr dickes rotes Buch rum. Was nicht so einfach ist, ist von dem Patienten die richtigen Informationen zu kriegen. Das verlangt einiges an Erfahrungen und Fingerspitzengefühl. Außerdem bleibt ja noch die Notwendigkeit der eigentlichen Behandlung bestehen. Insofern ändert die Digitalisierung nicht wirklich etwas.
vitalik 22.05.2019
5.
Zitat von larsmachSie hatten mustererkennungsbasierte Datenverarbeitung in den 80er Jahren!? - Und damit konnten Sie Sprache semantisch analysieren wie es heute gewaltige vernetzte Datenbanken mit dezentraler Rechenleistung tun? - Was mich betrifft, so habe ich Informatik studiert, die ausschließlich auf Algorithmen fußte: Man gibt x, y, z Werte ein, und wenn man einen weglässt, muss man vorher exakt definieren, welcher das sein darf und wie dann zu rechnen ist. Mustererkennungsbasierte Optimierung funktioniert hingegen wie unsere Gehirne - derzeit noch langsamer, dafür aber mit realen Daten statt mit nebulösen Erinnerungen. Das ist auch der Grund, weshalb 2018 erstmals ein mustererkennungsbasierte System Dutzende Ärzte bei der Krebsdiagnose schlug (Durchschnittseinkommen: 6000 EUR/Monat und Arzt). Selbst der Controller meiner neuen Maschinenserie nutzt Mustererkennung zur Selbstoptimierung der Leistungskennlinien (und den habe ich samt Maschine mit einer Handvoll Ingenieuren entwickelt - früher hatte ich doppelt so viele Entwickler für so etwas, doch man stellt nach Pensionierungen keine neuen mehr ein und schafft dank neuer Software trotzdem mehr als je zuvor: Große Maschinen-Prototypen innerhalb weniger Monate dank vollautomatisierter Maschinenparks der Subunternehmer). Und wenn Sprachschnittstellen sich so schnell (sprich: exponentiell) weiterentwickeln wie bisher, können Sie schon viel früher als erst in 20 Jahren mit einer Expertendatenbank so laienhaft sprechen wie mit einem Juristen oder Mediziner - bekommen aber stets die optimale Beratung für Ihr Anliegen serviert. - Darüber braucht man nicht einmal zu spekulieren: Das Bruttoinlandsprodukt verrät uns (in schnöden Zahlen), dass der Anteil von Löhnen und Gehältern zu dessen Entstehung seit 1980 stagniert und nun sogar fällt. Dabei hat die Digitalisierung sämtlicher Lebens- und Arbeitsbereich gerade erst richtig begonnen. Die Bruttoinlandsprodukte gehören fast ausnahmslos Unternehmern und ihren Familien, die offenbar Jahr für Jahr mehr Dienstleistungen und Produkte mit immer höherer Qualität und immer weniger Menschen generieren können. In Frankreich zündet der kleine Mann bereits seinesgleichen die Autos an; ein klitzekleiner Vorgeschmack ist das... - denn Neid und Missgunst der unteren Klasse (also auch des leasingverschuldeten "Mittelstands") stehen offenen Diskursen zwecks Abhilfen tüchtig im Wege. Das sind verpasste Diskurse und Maßnahmen, wie milliardenschwere Selfmade-Unternehmer sie anregen, aus Sorge um die Stabilität dieser Welt.
Sie stellen ja eine super Milchmädchenrechnung bei den Ärzten auf. Der Vergleich einer hochspezialisierten Anwendung mit einem Arzt ist doch total daneben, meinen Sie nicht. Oder haben Sie für jede Ihrer möglichen Krankheiten einen spezialisierten Arzt, der nur das macht? Interessant, dass Sie Ihre Argumente am Ende noch mit dem abfälligen Absatz über die untere Klasse garnieren müssen.
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