Buddhistisches Königreich Bhutan verdoppelt Lehrergehälter

Per Parlamentsbeschluss hat der asiatische Binnenstaat Bhutan die Lehrergehälter deutlich erhöht. Auch Ärzte und Krankenschwestern verdienen künftig mehr. Den Ministerpräsidenten dürfte das besonders freuen.

Lehrer in Bhutan können künftig mit einem besseren Verdienst rechnen.
Paris Match/ Getty Images

Lehrer in Bhutan können künftig mit einem besseren Verdienst rechnen.


Das buddhistische Königreich Bhutan will Lehrer - neben Angestellten im Medizinbereich - zu den bestbezahltesten Staatsbediensteten machen. Wie die Nachrichtenagentur AFP und asiatische Medien berichten, verabschiedete das Unterhaus in der vergangenen Woche einen entsprechenden Beschluss, wonach das Gehalt von Lehrern mit zehnjähriger Berufserfahrung verdoppelt werden soll.

Die Lehrkräfte sollen demnach künftig mit etwa 510 Euro im Monat sowie Zulagen entlohnt werden. Laut AFP ist eine Lehrtätigkeit für viele Menschen in dem Kleinstaat die letzte Option, wenn es mit anderen Beamtenposten nicht klappt. Die verbesserten Verdienstmöglichkeiten dürften das nun ändern.

Angestellte im Gesundheitsbereich können sich ebenfalls auf Gehaltserhöhungen einstellen. Professionelle Mediziner mit mindestens neun Jahren Berufserfahrung sollen statt umgerechnet rund 355 Euro im Monat künftig etwa 470 Euro verdienen. Auch Beamte der untersten Dienstränge, etwa Fahrer, sollen höhere Gehälter und Rentenzuschüsse bekommen.

Nach Angaben des Nachrichtensenders Channel News Asia (CNA) setzte sich die Regierung um Premierminister Lotay Tshering damit über die Empfehlungen einer Gehaltskommission hinweg. Diese hatte offenbar nur geringe Erhöhungen vorgeschlagen.

Premierminister Tshering ist selbst gelernter Arzt und operiert laut Medienberichten noch immer an Wochenenden. Von der Gehaltserhöhung dürfte auch er selbst profitieren, laut CNA gibt es für Tshering aber nur eine Erhöhung von sechs Prozent.

Bhutan ist etwa so groß wie die Schweiz und grenzt an Indien und China. Bekannt ist das Land mit rund 720.000 Einwohnern vor allem für das Konzept des "Bruttonationalglücks". Öffentliche Investitionen und politische Gesetzesänderungen müssen sich daran messen lassen, ob sie dem Allgemeinwohl dienen.

fek



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