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Stellenanzeige für polnische Pfleger in Großbritannien "Brexit-Sorgen? Kommen Sie nach Deutschland!"

Die Uni-Klinik Düsseldorf wirbt in Großbritannien um Pflegekräfte - und setzt auf die Ängste polnischer Angestellter vor dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union.

Gesundheit- und Krankenpfleger werden in der Uniklinik Düsseldorf dringend gesucht. Ob in der Kinderklinik, der Gynäkologie, der Anästhesie oder im OP: Das Krankenhaus sucht über sein Stellenportal  für etliche Abteilungen jede Menge Fachpersonal.

"Alle Krankenhäuser in Deutschland sind verzweifelt auf der Suche nach Pflegekräften, auch die Uniklinik Düsseldorf", sagt Krankenhaus-Sprecher Tobias Pott - und begründet damit eine ungewöhnliche Stellenanzeige.

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Das Krankenhaus wirbt in Großbritannien um Pflegepersonal - und setzt auf die Brexit-Ängste der Angestellten. "Brexit-Sorgen? Kommen Sie nach Deutschland!", heißt es in Anzeigen der Uniklinik, die sie in zwei polnischsprachigen britischen Zeitungen veröffentlicht hat.

In Großbritannien bereiten sich tausende Unternehmen mit Notfallplänen auf einen ungeregelten Brexit vor, jedes dritte britische Unternehmen sieht sich wegen des für Ende März vorgesehenen EU-Austritts zu Verlagerungsplänen gezwungen. Viele EU-Bürger, die in Großbritannien arbeiten, sind beunruhigt.

"Wir haben den kürzeren Weg nach Polen"

In der Anzeige verspricht die Klinik Pflegerinnen und Pflegern nicht nur "die Sicherheit eines EU-Staates", sondern wirbt augenzwinkernd auch mit anderen Vorteilen, die der Arbeitsplatz in Düsseldorf biete. "Wir haben nicht nur die bessere Bezahlung, die besseren sozialen Leistungen und bessere Arbeitszeiten. Wir haben auch das bessere Wetter, das bessere Essen und den kürzeren Weg nach Polen."

Es sei nicht das erste Mal, dass die Uniklinik im Ausland Mitarbeiter suche, sagt Sprecher Pott. Vor einigen Jahren habe das Krankenhaus spanische Pflegekräfte umworben, als in dem Land die Wirtschaftskrise ihren Höhepunkt erreichte habe. Polnische Pflegekräfte seien auch deshalb für die Klinik besonders interessant, weil viele von ihnen schon Deutschkenntnisse hätten, sagt Pott.

sun/dpa
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