Agentur für Arbeit 150.000 Jugendliche haben keine Lehrstelle

Trotz freier Lehrstellen suchen noch Tausende Jugendliche nach einem passenden Ausbildungsplatz. Der Grund: Wunsch und Angebot passen häufig nicht zusammen.

Frau vor der Bundesagentur für Arbeit in Zwickau (Sachsen)
Jan Woitas/DPA

Frau vor der Bundesagentur für Arbeit in Zwickau (Sachsen)


Zum Ausbildungsbeginn haben etwa 150.000 junge Menschen in Deutschland noch keine Lehrstelle. Das seien rund 2400 mehr als im Vorjahr, berichtet die Bundesagentur für Arbeit (BA). Weitere 44.300 Jugendliche würden gern eine Ausbildung machen, hätten aber keine passende gefunden und gingen nun weiter zur Schule, zur Uni oder wollten erst einmal jobben.

Mit insgesamt 512.000 bis Ende Juli gemeldeten Lehrstellen und derselben Zahl registrierter Lehrstellenbewerber verzeichne man insgesamt eigentlich einen ausgeglichen Lehrstellenmarkt, berichtet die BA. Allerdings gebe es erhebliche regionale Ungleichgewichte. Auch passten Berufswunsch und Lehrstellenangebot nicht immer zusammen. Derzeit bleiben laut BA-Angaben 179.000 Lehrstellen unbesetzt.

Jeder dritte Lehrstellenbewerber gilt als Altbewerber. Zu dieser Gruppe zählen die Heranwachsenden, die sich in den vergangenen fünf Jahren wiederholt um einen Ausbildungsplatz beworben haben. Sie waren entweder in den Vorjahren bei der Suche nach der Wunschlehrstelle leer ausgegangen oder hatten ihre Berufsausbildung abgebrochen.

koe/dpa

insgesamt 78 Beiträge
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mike1 01.08.2017
1. Deutsche Schüler
kriegen doch keinen Satz mehr grammatikalisch richtig auf die Reihe geschweige denn beherrschen sie die Grundrechenarten oder einen simplen Dreisatz. Mit WhatsApp Sprache kommt man in der Berufswelt halt nicht allzu weit.
lupo44 01.08.2017
2. das sind die Grundsicherungsaspiranten der Zukunft......
es ist nun einmal so ,dass der Berufswunsch oft nicht in Erfüllung gehen kann aus verschieenen Gründen. Das können Wissenslücken sein ,oder ein großer "RAN" auf den bestimmten Beruf. Eine Lösung kann es nicht sein über Jahre nach dieser Lehrstelle zu suchen.Hier sollte der Staat den ewig Wartenden Fristen setzen für einen Alternativjob-besser dieser als gar keiner.
lachina 01.08.2017
3.
Ja, genau die Leute hier, die empfehlen, wenn der junge Mann nicht Automechaniker werden kann, soll er doch lieber Altenpfleger werden - die wären die ersten , die sich über eine solche Fremdbestimmung aufregen würden. "Wie im Sozialismus" höre ich sie sagen - und so unrecht war das nicht, in der DDR wurde nach Bedarf ausgebildet. Nachdem die Marktwirtschaft schon viele enttäuscht hat, tun wir noch ein weiteres und nehmen die freie Berufswahl weg! "ironie off"
Athlonpower 01.08.2017
4. Die schaffen es nicht einmal, 3 Minuten ohne Smartphone auszukommen
Zitat von mike1kriegen doch keinen Satz mehr grammatikalisch richtig auf die Reihe geschweige denn beherrschen sie die Grundrechenarten oder einen simplen Dreisatz. Mit WhatsApp Sprache kommt man in der Berufswelt halt nicht allzu weit.
Sie müssen noch anmeken, daß die Jugendlichen auch nicht mehr in der Lage sind, länger als 3 Minuten ohne Smartphone in den Händen auszukommen, wenn man es ausschalten läßt dann summt dieses Ding in einer Tour, das ist das einzige was die Jugendlichen heute brauchen, zu allem anderen haben sie schlicht und einfach keine Zeit und schon gar keine Lust, es ist nur noch erschütternd, da kann man noch soviel Bereitschaft zur Weitergabe seines Wissens und seiner Erfahrung haben, es fehlt schlicht und einfach der Wille und meist auch die Fähigkeit zur geistigen Aufnahme und vor allem auch zur dauernden Speicherung. Ehrlich gesagt, ich und andere ältere Kollegen haben schon jegliche Versuche aufgegeben, es ist sinnlos.
fatal.justice 01.08.2017
5. Es...
... ist doch völlig normal, dass die Interessenlagen der Jugendlichen oder angehenden Erwachsenen nicht mit dem übereinstimmt, was zum jeweiligen Zeitpunkt gesamtwirtschaftlich zur Ausbildung angeboten wird. Nicht jeder junge Mann kann ein App-Entwickler oder KFZ-Mechatroniker werden. Üblicherweise regulieren sich Angebot und Nachfrage innerhalb einer relativ übersichtlichen Zeitspanne. Unbesetzte Ausbildungsstellen wird es immer geben - hierbei staatlicherseits regulativ gegenzusteuern ist meiner Ansicht nach ein fehlgeleiteter Eingriff in den Arbeitsmarkt und ist in den meisten Fällen nicht von Erfolg gekrönt. Es sollte erfolgsversprechendere Anreize geben, als Zwang.
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