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DAK-Auswertung Weniger Fehltage wegen psychischer Probleme

Frauen sind von Depressionen, Burn-out und anderen Seelenleiden häufiger betroffen als Männer, meldet die Krankenkasse DAK. Insgesamt haben sich die Fehlzeiten im Job wegen psychischer Probleme jedoch verringert.
Gestresster Geschäftsmann (Symbolbild)

Gestresster Geschäftsmann (Symbolbild)

Foto: imago/Westend61

Erstmals seit 2006 fielen im vergangenen Jahr weniger Arbeitnehmer wegen psychischer Erkrankungen aus. Das legt eine aktuelle Auswertung der DAK-Gesundheit nahe. Die erwerbstätigen Versicherten der Krankenkasse hatten demnach im vergangenen Jahr deutschlandweit 5,6 Prozent weniger Fehlzeiten wegen Seelenleiden als im Jahr 2017.

Besonders deutlich verringerten sich die Fehltage wegen Depressionen, und zwar um 17 Prozent. Psychische Erkrankungen seien aber immer noch die dritthäufigste Ursache für Fehltage (rund 15 Prozent), teilte die DAK mit.

An erster Stelle stehen Rückenleiden und andere Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (knapp 21 Prozent), an zweiter Atemwegsleiden (16 Prozent).

Grippewelle Anfang des vergangenen Jahres

Frauen waren von psychischen Erkrankungen wesentlich häufiger betroffen als Männer. Bei den weiblichen Versicherten wurden 63 Prozent mehr Fehltage aufgrund einer solchen Diagnose gezählt als bei Männern.

Der gesamte Krankenstand erhöhte sich 2018 bei der DAK im Vergleich zum Vorjahr leicht von 4,1 auf 4,2 Prozent. Das bedeutet, dass im Jahr 2018 an jedem einzelnen Kalendertag im Schnitt 4,2 Prozent der Beschäftigten arbeitsunfähig gemeldet waren.

Die DAK erklärte den Anstieg mit der Grippewelle zu Anfang des vergangenen Jahres. Gut die Hälfte der versicherten Arbeitnehmer ließ sich im vergangenen Jahr überhaupt nicht krankschreiben.

Für die Krankenstandsanalyse ließ die DAK die Daten von 2,5 Millionen Arbeitnehmern auswerten, die bei der Kasse versichert sind.

lov/dpa