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Dawanda-Aus: "Meine Existenz ist bedroht"

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Online-Marktplatz für Selbstgemachtes Warum Dawanda-Händler sich vor Etsy fürchten

Dawanda, der bekannteste deutsche Marktplatz für Selbstgemachtes, wird Ende August eingestellt - und viele Händler fürchten um ihre Zukunft. Wo sollen sie nun verkaufen? Bei Etsy? Sechs Verkäufer berichten.

Jahrelang haben sie ihre selbst gemachten Produkte auf der deutschen Plattform Dawanda verkauft: Modedesigner, Schneider, Goldschmiede und andere Kreative aus Deutschland. Doch nun schließt das Portal zum 30. August - im vergangenen Jahr hatte es einen operativen Verlust von einer Million Euro gemacht.

150 Mitarbeiter verlieren nun ihre Jobs. Und Käufer und Verkäufer sollen zum US-Konkurrenten Etsy umziehen. Dawanda hat mit Etsy eine Vereinbarung ausgehandelt, damit alle aktuellen Angebote und auch Shop-Bewertungen auf die neue Plattform wandern.

Doch die Händler sind verunsichert, sie haben Angst, dass ihre Produkte bei Etsy untergehen könnten - schließlich kommt der US-Rivale auf 1,9 Millionen aktive Verkäufer mit 50 Millionen Produkten aus aller Welt. Dawanda hat hingegen nur 70.000 aktive Verkäufer mit vier Millionen Produkten.

Viele deutsche Kreative sind deshalb verunsichert und entsetzt vom Ende ohne Ankündigung. Hier erzählen sechs Verkäufer, was das Dawanda-Aus für sie bedeutet:

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Dawanda-Aus: "Meine Existenz ist bedroht"

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Dawanda wurde vor zwölf Jahren von Claudia Helming und Michael Pütz gegründet. Schon damals diente Etsy als Vorbild. Die beiden Plattformen sind Umschlagplätze für selbst gefertigte Produkte, Vintage und Künstlerbedarf. Etsy hat seinen Sitz in New York und ist seit drei Jahren börsennotiert.

Video: Gezielte Abzocke - Abmahn-Horror für Online-Händler

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