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Gefälschte Fragebögen Deutsche-Post-Angestellte manipulierten Mitarbeiterbefragung

Bei einer Befragung zur Mitarbeiterzufriedenheit sollen Daten im großen Stil gefälscht worden sein. Die Deutsche Post bestätigte "Unregelmäßigkeiten" - auch Führungskräfte waren involviert.
Postbote im Schnee (Archiv)

Postbote im Schnee (Archiv)

Foto: Carsten Rehder/ dpa

Bei einer Mitarbeiterbefragung der Deutschen Post sollen etliche Fragebögen manipuliert worden sein. Bei der Befragung im vergangenen Jahr seien erstmals Unregelmäßigkeiten aufgetreten, sagte ein Postsprecher. Zuvor hatte das Portal "Business Insider" darüber berichtet .

Mehrere leitende Angestellte in Bremen und Nordhessen sollen die Bögen länger krankgeschriebener Mitarbeiter ausgefüllt und damit die Ergebnisse verfälscht haben. Insgesamt handele es sich um fast tausend manipulierte Befragungen. Diese Details zu den Geschehnissen wollte der Sprecher nicht bestätigen.

"Fakt ist: Es sind Führungskräfte involviert gewesen", sagte der Sprecher. Diese hätten mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen - auch die Entbindung von Aufgaben sei möglich. Laut "Business Insider" sollen bereits im Dezember Verantwortliche beurlaubt worden sein.

Laut der Deutschen Post ist das Ergebnis der Befragung dennoch weiterhin repräsentativ und aussagekräftig, da "der Anteil dieser Antwortbögen an allen abgegebenen Antwortbögen in Deutschland im geringen einstelligen Prozentbereich" liege. Diese seien vor der Auswertung aus dem Verkehr gezogen worden.

Die Befragung findet bei der Post - wie in Großkonzernen üblich - einmal im Jahr statt, um ein Stimmungsbild unter den Mitarbeitern zu erfassen. Die Teilnahme ist nach Angaben des Unternehmens freiwillig und anonymisiert. Mit der Durchführung und Auswertung beauftragt der Konzern einen externen Dienstleister.

lmd/dpa
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