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06. Juli 2017, 15:33 Uhr

Investoren in Deutschland

Start-ups sammeln Rekordsumme ein

Deutsche Start-up-Unternehmen haben in der ersten Jahreshälfte so viel Geld von Investoren bekommen wie noch nie zuvor. Allerdings gab es auch ein paar besonders große Deals.

Deutsche Firmengründer haben im ersten Halbjahr laut einer Studie so viel Geld von Investoren eingesammelt wie nie zuvor. Am meisten Geld konnte erneut Berlin anziehen.

Das geht aus einer Studie der Beratungsgesellschaft EY hervor. Für dieses halbjährliche Start-up-Barometer werden die Mitteilungen von Start-ups und Investoren ausgewertet.

Auf Platz zwei und drei nach Berlin folgen Bayern (215 Millionen Euro) und Hamburg (181 Millionen Euro). Kein Vergleich zur Hauptstadt, wo Gründer knapp 1,5 Milliarden Euro einsammelten.

Allerdings entfiel fast die Hälfte davon auf zwei große Deals: Im Mai war der südafrikanische Medienkonzern Naspers mit 387 Millionen Euro beim Berliner Essenslieferanten Delivery Hero eingestiegen. Zudem hatte der Berliner Autogroßhändler Auto1 rund 360 Millionen Euro von verschiedenen Investoren eingesammelt.

Doch die Branche erlebt auch in der Breite einen Aufschwung, so die Autoren: Die Zahl der Start-ups, die eine Finanzierung abschließen konnten, stieg von 241 auf 260.

Gibt's bald mehr "Einhörner"?

Der Studie zufolge nahmen Start-ups in Deutschland 2,16 Milliarden Euro ein, mehr als doppelt so viel wie in den ersten sechs Monaten 2016 (972 Millionen). Damit sei auch der bisherige Rekord aus dem Halbjahr 2015 von knapp zwei Milliarden Euro übertroffen worden. Am meisten Geld floss in Internethändler sowie in Firmen für Finanzdienstleistungen.

"Zum Positivtrend dürfte auch die gute Entwicklung an den Börsen beitragen, die für Investoren einen erfolgreichen Exit per Börsengang wieder wahrscheinlicher macht", erläuterte EY-Partner Peter Lennartz. Die Chancen stünden gut, dass es künftig eine größere Zahl von Firmen mit Potenzial gebe, sich zu erfolgreichen Mittelständlern oder "Einhörnern" zu entwickeln. Von solchen Start-ups, die mindestens eine Milliarde Dollar wert sind, gibt es in Deutschland nur wenige.

mamk/dpa

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