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Alle Otto-Mitarbeiter dürfen den Chef duzen Sagt einfach "Hos" zu mir

Die Otto Group hat weltweit 53.000 Mitarbeiter - Vorstandschef Hans-Otto Schrader hat nun allen das Du angeboten. Unter einer Bedingung.
Der Vorstandsvorsitzende der Otto Group, Hans-Otto Schrader - genannt "Hos" - im Foyer der Firmenzentrale in Hamburg

Der Vorstandsvorsitzende der Otto Group, Hans-Otto Schrader - genannt "Hos" - im Foyer der Firmenzentrale in Hamburg

Foto: Christian Charisius/ picture alliance / dpa

Die Vorstandsetage des Handelskonzerns Otto Group will ihre Mitarbeiter stärker einbinden. Um dafür die richtige Stimmung zu schaffen, hat der Chef nun seinen weltweit 53.000 Mitarbeitern das Du angeboten.

"Wer die Vorstände duzen will, der kann das tun", sagte Vorstandschef Hans-Otto Schrader gegenüber der "Wirtschaftswoche". Es gebe aber keinen Duz-Zwang. Das Angebot sei "eine Art verbaler Startschuss für unser Projekt Kulturwandel 4.0", so Schrader.

Allerdings möchte er dann bitte auch bei seinem Spitznamen gerufen werden: "Meine Bedingung für den Duz-Vorschlag war, dass mein Kurzname Hos - für Hans-Otto Schrader - verwendet wird. Der klingt doch frischer als Hans-Otto. Und Hos höre ich jetzt tatsächlich öfter." Wirtschaftlich ist die Otto Group wieder in der Spur und schreibt Gewinne. "Unser Geschäftsjahr, das am 29. Februar endet, werden wir mindestens mit einer schwarzen Null vor Steuern abschließen", sagte Schrader dem Blatt. Im Vorjahr hatte das Unternehmen 125 Millionen Euro Verlust vor Steuern gemacht.

Zudem wachse der Konzern wieder stärker: "Die Otto Group wird 2015/16 ein Plus von mehr als vier Prozent erreichen und den Umsatz auf rund 12,5 Milliarden Euro steigern", sagte er. Probleme der französischen Tochter und die anhaltende Russland-Krise hätten noch höhere Umsatzzuwächse verhindert.

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lgr/dpa