Einkommens-Quiz Wissen Sie, wer wie viel verdient?

Wie viel verdienen Schornsteinfeger in der Lehre? Und welche Branche zahlt Hochschulabsolventen das beste Gehalt? Testen Sie Ihr Wissen rund ums Einkommen der Deutschen.

Wer kennt die finanziellen Aussichten eines Schornsteinfegers?
Rendery/ Getty Images

Wer kennt die finanziellen Aussichten eines Schornsteinfegers?

Von Britta Mersch


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Über Geld spricht man nicht. Oder doch? Manchmal lohnt es sich, bei Kolleginnen und Kollegen mal diskret nachzufragen, was sie für den Job bekommen, den sie machen. Denn nicht selten kommt es vor, dass Mitarbeiter trotz gleicher Qualifikation unterschiedliche Gehälter verhandelt haben.

Aber nicht nur innerhalb von Unternehmen können die Bruttojahresgehälter unterschiedlich ausfallen. Sie schwanken auch je nach Branche, nach Bundesland, nach Geschlecht.

Wer verdient nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) was in Deutschland? Welche Azubis haben ein recht ordentliches Gehalt? Welche müssen mit wenig Geld auskommen? Mit welchen Studienabschlüssen können Hochschulabsolventen ihren Kontostand besonders gut auffüllen? Und in welchen Branchen zeigen sich Unternehmen am großzügigsten?

Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz.



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
Sibylle1969 23.05.2019
1.
Wenn man mehr als eine Million pro Jahr brutto verdient, ist man nicht notwendigerweise Millionär. Denn Einkommen und Vermögen sind doch zwei verschiedene Dinge. Unter Millionär versteht man Vermögensmillionäre. Wobei jemand, der mehr als eine Million pro Jahr verdient, ja genug hat, um in ein paar Jahren ein Vermögen von über einer Million aufzubauen. Generell sollte man aber nicht nur die Einstiegsgehälter oder Lehrlingsgehälter betrachten, sondern wohin man sich nach einigen Jahren Berufserfahrung entwickeln kann. Ganz grob gesagt (Ausnahmen gibt es natürlich zahlreiche) startet man in vielen Ausbildungsberufen nach der Lehre mit ca. 20.000 bis 30.000 Euro brutto und kann sich im Laufe seines Berufslebens auf 40.000 bis 60.000 Euro steigern. Das ist aber für Leute mit Ausbildung, die keine gehaltssteigernde Weiterbildung gemacht haben (Meister, Techniker, berufsbegleitendes Studium o.ä.) in der Regel das Ende der Fahnenstange. Ausnahmen gibt es natürlich, wer tüchtig ist, kann sich auch ohne Studium in höhere Gehaltsregionen vorarbeiten, aber für die große Masse bleibt es bei 40.000 - 50.000 Euro als maximales Bruttoeinkommen. Bei Akademikern herrscht eine Zweiklassengesellschaft: wer Jura oder Wirtschaft (BWL, VWL...), MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik/Ingenieurwesen), Lehramt oder Medizin/Zahnmedizin studiert hat, kann damit rechnen, gut bis sehr gut zu verdienen. Ich kenne mich nur im MINT-Bereich aus, hier kann man damit rechnen, im Laufe seines Berufslebens auf 70.000 bis 100.000 Euro Bruttoeinkommen zu kommen, wer eine gefragte Spezialisierung hat (z.B. SAP-Beratung) hat, auch deutlich mehr. Ich rede hier von Leuten ohne Führungsverantwortung, wer Führungsverantwortung hat, verdient meist deutlich mehr (hat aber auch deutlich mehr Stress). Andere Fachrichtungen, vor allem Geistes- und Sozialwissenschaften, Sprachen und *irgendwas mit Medien* usw. werden deutlich schlechter bezahlt. Man kann sich relativ leicht ausrechnen, dass sich ein Studium, zumindest in einer der Fachrichtungen, die ein hohes Einkommen versprechen, finanziell auf jeden Fall auszahlt im Vergleich zu einer Ausbildung. Zwar startet der Geselle mit abgeschlossener Lehre einige Jahre früher ins Berufsleben, aber der Akademiker holt den Rückstand meist schon nach wenigen Jahren auf. Im Laufe des gesamten Berufslebens verdient der Akademiker brutto locker 500.000 bis 1.000.000 Million Euro mehr als der Nicht-Akademiker. Ausnahmen gibt es wie gesagt immer, das widerlegt aber nicht von mir beschriebene Tendenz.
pe_portandus 23.05.2019
2. Riga?
Wenn es hier um Löhne in D geht: Warum ist der Beitrag mit einem Schornsteinfeger auf einem Dach in Riga illustriert?
mlarsen 23.05.2019
3.
Zitat von Sibylle1969Wenn man mehr als eine Million pro Jahr brutto verdient, ist man nicht notwendigerweise Millionär. Denn Einkommen und Vermögen sind doch zwei verschiedene Dinge. Unter Millionär versteht man Vermögensmillionäre. Wobei jemand, der mehr als eine Million pro Jahr verdient, ja genug hat, um in ein paar Jahren ein Vermögen von über einer Million aufzubauen. Generell sollte man aber nicht nur die Einstiegsgehälter oder Lehrlingsgehälter betrachten, sondern wohin man sich nach einigen Jahren Berufserfahrung entwickeln kann. Ganz grob gesagt (Ausnahmen gibt es natürlich zahlreiche) startet man in vielen Ausbildungsberufen nach der Lehre mit ca. 20.000 bis 30.000 Euro brutto und kann sich im Laufe seines Berufslebens auf 40.000 bis 60.000 Euro steigern. Das ist aber für Leute mit Ausbildung, die keine gehaltssteigernde Weiterbildung gemacht haben (Meister, Techniker, berufsbegleitendes Studium o.ä.) in der Regel das Ende der Fahnenstange. Ausnahmen gibt es natürlich, wer tüchtig ist, kann sich auch ohne Studium in höhere Gehaltsregionen vorarbeiten, aber für die große Masse bleibt es bei 40.000 - 50.000 Euro als maximales Bruttoeinkommen. Bei Akademikern herrscht eine Zweiklassengesellschaft: wer Jura oder Wirtschaft (BWL, VWL...), MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik/Ingenieurwesen), Lehramt oder Medizin/Zahnmedizin studiert hat, kann damit rechnen, gut bis sehr gut zu verdienen. Ich kenne mich nur im MINT-Bereich aus, hier kann man damit rechnen, im Laufe seines Berufslebens auf 70.000 bis 100.000 Euro Bruttoeinkommen zu kommen, wer eine gefragte Spezialisierung hat (z.B. SAP-Beratung) hat, auch deutlich mehr. Ich rede hier von Leuten ohne Führungsverantwortung, wer Führungsverantwortung hat, verdient meist deutlich mehr (hat aber auch deutlich mehr Stress). Andere Fachrichtungen, vor allem Geistes- und Sozialwissenschaften, Sprachen und *irgendwas mit Medien* usw. werden deutlich schlechter bezahlt. Man kann sich relativ leicht ausrechnen, dass sich ein Studium, zumindest in einer der Fachrichtungen, die ein hohes Einkommen versprechen, finanziell auf jeden Fall auszahlt im Vergleich zu einer Ausbildung. Zwar startet der Geselle mit abgeschlossener Lehre einige Jahre früher ins Berufsleben, aber der Akademiker holt den Rückstand meist schon nach wenigen Jahren auf. Im Laufe des gesamten Berufslebens verdient der Akademiker brutto locker 500.000 bis 1.000.000 Million Euro mehr als der Nicht-Akademiker. Ausnahmen gibt es wie gesagt immer, das widerlegt aber nicht von mir beschriebene Tendenz.
Das haben Sie realistisch, neutral und wertfrei dargestellt. Sollte man allen Abiturienten vor Beginn des Studiums erzählen. Bevor sie sich entscheiden "irgendwas mit Menschen" zu machen um dann mit 40 aufzuwachen und zu bemerken, dass man wohl doch nicht automatisch reich wird mit Studium. Geschichte, Soziologie oder Geologie mögen interessante Fächer sein, jedoch sind Berufe auf diesen Gebieten mit attraktiver Bezahlung sehr rar gesäht. Und auf den späteren Lebensunterhalt zu achten hat nichts mit Geldgier zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand.
MarkusW77 24.05.2019
4.
Zitat von mlarsenDas haben Sie realistisch, neutral und wertfrei dargestellt. Sollte man allen Abiturienten vor Beginn des Studiums erzählen. Bevor sie sich entscheiden "irgendwas mit Menschen" zu machen um dann mit 40 aufzuwachen und zu bemerken, dass man wohl doch nicht automatisch reich wird mit Studium. Geschichte, Soziologie oder Geologie mögen interessante Fächer sein, jedoch sind Berufe auf diesen Gebieten mit attraktiver Bezahlung sehr rar gesäht. Und auf den späteren Lebensunterhalt zu achten hat nichts mit Geldgier zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand.
da passt aber einer super ins System. Genau diese Denke ist es, die immer mehr junge Abiturienten irgendetwas studieren lässt, an dem sie weder Interesse noch innere Motivation haben. Um dann während des Studiums (im idealfall) oder im Berufsleben fest stellen, das es nix ist. Dem Handwerk fehlt Nachwuchs ohne Ende, und ich kann Ihnen versichern, das es sehr erfüllend sein kann, abends sein tagwerk sehen zu könne, etwas geschaffen zu haben. Der Verdienst ist auch nicht schlecht, bei Berufen im Bauhauptgewerbe kommt man relativ einfach an Eigentum, von gelegentlichen Nebenverdiensten hört man auch hier und da. Abends zufrieden nach Hause kommen sollte das Ziel sein, und nicht, wo gibts am meisten Geld. Meine Meinung
Sibylle1969 24.05.2019
5. @4 MarkusW77
Sie haben recht, wer einen bestimmten Beruf oder ein Studium nur wegen des guten Verdienstes macht, sich aber überhaupt nicht dafür interessiert, wird nicht glücklich. Jura muss einem liegen! Es ist aber legitim und sinnvoll, sich vor der Entscheidung für einen Beruf, eine Ausbildung oder ein Studium über die Verdienstaussichten zu informieren. Denn ein Leben mit wenig Geld ist auch nicht unbedingt lustig. Es gilt, für sich persönlich das Verhältnis zwischen Spaß an der Arbeit und Verdienstchancen zu optimieren. Wer eine Ausbildung gemacht hat, hat ja immer noch die Möglichkeit, eine Weiterbildung zu absolvieren, die einen gehaltlich in die Regionen bringt, in denen Akademiker sich befinden (Meister, Techniker...). Das ist dann halt ähnlich schwierig wie ein Studium und erfordert Motivation und Durchhaltevermögen, wenn man es neben dem Beruf absolviert.
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