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Urteil zur Gerechtigkeit bei Gehältern Philadelphia verbietet Frage nach dem letzten Gehalt

Wie viel haben Sie in Ihrem letzten Job verdient? Diese Frage dürfen Arbeitgeber in Philadelphia künftig nicht mehr stellen. Vor allem Frauen könnten davon profitieren.
Wer Bewerberinnen und Bewerber in Philadelphia künftig nach dem letzten Gehalt fragt, muss mit hohen Geldstrafen rechnen

Wer Bewerberinnen und Bewerber in Philadelphia künftig nach dem letzten Gehalt fragt, muss mit hohen Geldstrafen rechnen

Foto: Daniel Bockwoldt/ picture alliance / dpa

Arbeitgebern kann untersagt werden, Bewerber nach ihrem vorherigen Gehalt zu fragen. Das hat ein US-Bundesgericht Medienberichten zufolge  entschieden. Die Stadt Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania hatte eine Verordnung erlassen, die vor allem dabei helfen sollte, die Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen zu schließen - denn in Vollzeit tätige Frauen verdienen in den USA nur rund 80 Prozent der Gehälter ihrer männlichen Kollegen. Ähnliches gilt für "People of Color". Wenn sich Menschen auf eine neue Stelle bewerben, gilt ihr altes Gehalt oft als Richtwert, so dass sich eine bestehende Ungerechtigkeit quasi von Arbeitgeber zu Arbeitgeber fortschreiben kann.  

Seit 2017 hatte die Verordnung in der Schwebe gehangen, weil die Greater Philadelphia Chamber of Commerce, die Handelskammer, dagegen geklagt hatte: Die Regelung verletze die Rechte der Arbeitgeber. Die Vorinstanz hatte der Handelskammer 2018 Recht gegeben, das Berufungsgericht hat nun anders entschieden – das Urteil könne nationale Strahlkraft entwickeln, schreibt der "Philadelphia Inquirer ". Arbeitgeber, die sich nicht an die Vorgabe halten, müssen beim ersten Mal mit einer Geldstrafe von 1000 US-Dollar rechnen, beim zweiten Mal mit 5000 und bei weiteren Missachtungen 10.000 Dollar.

Philadelphias Bürgermeister Jim Kenny kommentierte am Donnerstag auf Twitter, der "Tag sei ein großer Gewinn für Philadelphia und #EqualPay".

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In Deutschland liegt der vom Statistischen Bundesamt auf Basis der Daten von 1,9 Millionen sozialversicherten Beschäftigten aus allen Branchen und Berufen erhobene "Gender Pay Gap", also die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen, bei 21 Prozent. Bei diesem Wert werden aber Beschäftigungsumfang, Ausbildung, Berufserfahrung und Position nicht berücksichtigt.

mh
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