Erste Hilfe Karriere Mit Facebook zum neuen Job

Bei der Talentsuche setzen viele Unternehmen auf soziale Netzwerke. Doch wie macht man Personaler auf das eigene Profil aufmerksam? Bewerbungshelfer Gerhard Winkler gibt 20 Tipps, wie man seine Karriere mit Facebook & Co. pushen kann.

Wer auf der Suche nach einem Job ist, sollte erstmal seine eigenen Internetprofile unter die Lupe nehmen
DPA

Wer auf der Suche nach einem Job ist, sollte erstmal seine eigenen Internetprofile unter die Lupe nehmen


1. Arbeiten Sie Ihre eigene Marke heraus, auf allen Kanälen: Facebook, Twitter, LinkedIn, Business-Gemeinschaften, Blogs. Was unterscheidet Sie von anderen? Analysieren Sie Ihre Konkurrenten: Wie geben sich die anderen? Wie hebe ich mich von ihnen ab?

2. Benutzen Sie Wörter, die Jobanbietern als Erstes in den Sinn kommen. Laden Sie Ihr Profil mit Fachbegriffen und deren Synonymen auf. Schlüsselwörter sind wichtig, damit jeder, der sucht, auch bei Ihnen landet.

3. Finden und besetzen Sie Ihre eigenen Themen. Die Jobwelt braucht nicht zu wissen, was Sie sonst noch denken. Legen Sie sich mehrere Online-Identitäten zu, wenn Sie verschiedene Zielgruppen haben.

4. Pflegen Sie Ihre Online-Profile wie einen Garten: Verblühtes entfernen, Neues säen, keine verschatteten Partien dulden. Halten Sie Ihre Daten auf dem aktuellen Stand, frischen Sie das Design Ihrer Seite auf, achten Sie auf den Gesamteindruck. Die berufliche Identität darf nicht von Privat-Belanglosem verdeckt werden.

5. Fangen Sie Ihre Leser mit Überschriften. Bringen Sie Ihre Themen so auf den Punkt wie die Headline-Profis bei SPIEGEL, "FAZ" und "TAZ".

6. Zwingen Sie sich nicht zur Originalität. Es reicht, wenn Sie eigene Worte finden. Aber: Texten Sie nicht schlampig. Lassen Sie Postings immer gegenlesen, auch, wenn Sie die gesuchte Stelle schon ergattert haben.

7. Sie überschätzen Ihre Leser, wenn Sie davon ausgehen, dass sie Ironie verstehen. Man nimmt Sie immer wörtlich.

8. Jobanbieter suchen keine Meiner oder Fühler, sondern Macher. Denken Sie weniger, machen Sie mehr. Posten Sie, was Sie konkret machen und erreichen.

9. Beschreiben Sie sich nicht als jobsuchend, sondern als gesuchte Fachkraft.

10. Bauen Sie Ihr Online-Netzwerk Schritt für Schritt auf. Lassen Sie es nicht zu schnell wachsen.

Erste Hilfe Karriere
Diese Experten schreiben wöchentlich wechselnd im KarriereSPIEGEL über Bewerbungen, Karriere und die Wechselfälle des Berufslebens: Gerhard Winkler, Svenja Hofert, Martin Wehrle, Uta Glaubitz (von links oben nach rechts unten)

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11. Ergänzen Sie Ihre Texte mit Bildern, Audio-Dateien und Filmen.

12. Retuschieren Sie Ihre Porträtfotos. Achten Sie bei allen Fotos auf Ihr Outfit, es drückt den beruflichen Status aus. Wer studiert, hält sich an gehobene Freizeitkleidung.

13. Stellen Sie nicht richtig, was andere über Sie schreiben, sondern posten Sie Neues, damit die anderen noch mehr über Sie schreiben.

14. Alle reden schlecht über andere. Seien Sie die Ausnahme. Werten Sie keine Statements von anderen ab, unterstellen Sie niemanden etwas.

15. Schreiben Sie keine Personaler an, nur um zu erfahren, was auch auf der Firmen-Homepage steht. Stellen Sie Personalern nur Fragen, die Sie interessant machen.

16. Wenn Sie im Web oder im Leben auf Entscheider treffen, fragen Sie beiläufig nach den Kriterien, die sie beim Rekrutieren anlegen.

17. Bringen Sie andere dazu, Sie zu empfehlen. Empfehlen Sie andere weiter. Machen Sie sich zum Verteiler für gute Nachrichten und Job-Gelegenheiten.

18. Werden Sie Insider. Infos über Top-Stellen gehen nur an die In-Group. Schlüpfen Sie in interne Netze. Spionieren Sie interne Ausschreibungen und Eventankündigungen aus, spüren Sie Ansprechpartner auf. Suchen Sie auch nach Firmen-News, Personaler-Statements und kritischen Äußerungen von Mitarbeitern und Kunden.

19. Machen Sie sich ungeniert zum Fan einer Firma, die ihr Personalmarketing zum Fan-Event macht. Folgen Sie auf Twitter Firmen, ihren Repräsentanten und Personalern, Meinungsführern und Trendsettern. Abonnieren Sie Experten-Blogs fürs Fachpublikum - dort werden Job-Anzeigen geschaltet. Nutzen Sie RSS-Feeds und den News-Agent von Google, um auf dem Laufenden zu bleiben über Märkte, Jobs und Jobanbieter.

20. Vergessen Sie alle diese Regeln, wenn Ihr Verhalten einen neuen Trend setzt.

insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
Jean_Luc 12.10.2011
1. wer diesen blödsinn mitmacht...
ist selbst schuld...ist denn heute das gesamte leben eine einzige selbstdarstellung für die stalkenden personalabteilungen!? abgesehen davon frage ich mich, warum jedes mal, wenn ein thema mit social networks zu tun hat IMMER schleichwerbung für facebook im redaktionellen gewand daher kommt! gerade das unternehmen, dass datenschutz und die privatsphäre seiner kunden mit füßen tritt und damit mrd. scheffelt! berichtet mal darüber! www.europe-v-facebook.org
eMVau 12.10.2011
2. ?????????????
Das sind leider keine Tipps, sondern nur pauschale Formulierungen . Schade.
felix_bach 12.10.2011
3. Oh weh
Zitat von eMVauDas sind leider keine Tipps, sondern nur pauschale Formulierungen . Schade.
So tief sind "wir" gesunken, dass so was zum Traumjob verhelfen soll? Glaubt wirklich ein Personaler, dass so eine frisierte FB page etwas mit der Realitaet zu tuen hat?
maros 12.10.2011
4. Schaumschläger
Was die Verfasser des Artikels verlangen, ist nichts anderes als Schaumschlägerei. Und die wird sofort erkannt und entsprechend gewürdigt werden. Solch peinliches Aufgeplustere mag vll. noch in der Marketingbranche funktionern aber sicherlich nicht dort, wo es auf harte Fakten und überprüfbare Referenzen ankommt. Wenn ein(e) Bewerber(in) zu hohe Wellen auf diese billige Art und Weise schlägt, macht er/sie sich eher verdächtig als beliebt.
README.TXT 12.10.2011
5. Erst neulich stand in der Presse
Dass soziale Netzwerke kaum eine Rolle spielen, von ein paar Ausnahmen wie Xing, das eher ein Karrierenetzwerk ist, abgesehen. In einem seiner frühen Bücher (damals gabs noch keine sozialen Netzwerke) schreibt Winkler wenn ich mich recht erinnere, dass man den Selbstdarstellerscheiss weglassen soll und sich auf Fakten konzetrieren sollte, die wichtig sind. Also was kann ich alles und damit punkten und nicht mit einer Inszenierung. Bewerbungshelfer, ich glaube das kann jeder und wird jeder der selber keinen Job findet.
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