SPIEGEL ONLINE

SPIEGEL ONLINE

17. September 2018, 15:16 Uhr

Fachkräftemangel

Warum junge Menschen keine Handwerker werden wollen

Rund 150.000 offene Stellen beklagt der Zentralverband des Deutschen Handwerks, außerdem fehlen jedes Jahr bis zu 20.000 Auszubildende. Woran liegt's - und was hilft gegen den Mangel? Der Überblick.

Wer derzeit Handwerker beauftragen will, weiß: Man braucht viel Glück und noch mehr Geduld. "Vielfach scheint der Termin beim Facharzt einfacher zu bekommen, als der beim Klempner", sagt Claus Michelsen, Konjunkturexperte beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Und: "Bei den Kunden nimmt der Frust vor allem aufgrund der langen Wartezeiten und gleichzeitig hohen Rechnungen zu."

Die Gründe für den Fachkräftemangel liegen nach Einschätzung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) in sinkenden Schulabgängerzahlen und einer erhöhten Neigung zu studieren. "Damit ging die Entwertung der dualen Ausbildung einher", klagt der Verband. "Über viele Jahre haben sich zu wenig Jugendliche für eine Lehre im Handwerk entschieden."

Notwendig sei ein Bewusstseinswandel: "Einer beruflichen Ausbildung muss wieder die Wertschätzung unserer Gesellschaft entgegengebracht werden, die ihr gebührt."

Doch was ist mit den Azubis selbst? Wieso brechen so viele ab? Was verdient man in welcher Ausbildung? Und wieso fehlt so viel Nachwuchs - obwohl eine Ausbildung inzwischen fast so gut vor Arbeitslosigkeit schützt wie ein Studium?

Antworten auf diese Fragen können Sie hier nachlesen - in unseren Texten zu dem Thema aus den vergangenen Wochen:

him/dpa

URL:

Verwandte Artikel:


© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung