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Familienunternehmen Papa sagt, ich soll die Firma übernehmen

Vater Chef, Sohn auch: Drei Viertel der Unternehmenserben wollen später mal die Firma der Eltern leiten. Vor allem, weil die Familie das so will.
All das soll mal dir gehören: Wenn der Sohn die Firma vom Vater übernimmt

All das soll mal dir gehören: Wenn der Sohn die Firma vom Vater übernimmt

Foto: Corbis

Die meisten Söhne und Töchter von Familienunternehmern wollen in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Dabei möchten sie nicht nur als Gesellschafter mitverdienen, sondern im Firmenalltag mitmischen: 75 Prozent der Unternehmenserben kündigen an, selbst operative Führung im Betrieb zu übernehmen.

Das geht aus einer Studie der Zeppelin-Universität Friedrichshafen und der Stiftung Familienunternehmen hervor. Dabei spielt der Wunsch der Elterngeneration nach wie vor eine große Rolle: 83 Prozent der Befragten sagen, ihre Eltern erwarteten das von ihnen.

Die neuen Erben verlassen sich aber nicht mehr so häufig wie früher darauf, in das Geschäft ihrer Familie hineingeboren zu sein. Der Studie zufolge kann sich eine Mehrheit die Arbeit im Team mit fremden Geschäftsführern vorstellen. Damit könnte die Nachfolge im Unternehmen professioneller werden.

Der Generationswechsel werde als Chance für Innovation gesehen, sagt Reinhard Prügl, einer der Autoren der Studie: Drei Viertel der Nachfolger wollten neue Geschäftsfelder erschließen, planen neue Produkte sowie neue Prozesse und Organisationsstrukturen.

Angst vor der Steuer

Für die Studie wurden 315 Söhne und Töchter aus Unternehmerfamilien befragt. Die große Mehrheit von ihnen - 66 Prozent - studiert Betriebswirtschaft, um sich auf die Unternehmensleitung vorzubereiten. Während viele von ihnen Erfahrungen in anderen Unternehmen sammeln, bevor sie in den Betrieb der Eltern zurückkehren, stehen sie externen Beratern eher skeptisch gegenüber.

Die größten Sorgen bereitet ihnen allerdings der Staat. 65 Prozent von ihnen sehen durch die Erbschaftsteuer den Fortbestand ihres Unternehmens bedroht.

dpa-afx/mamk
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