Klimaschutz Berliner Unternehmen gibt drei Tage Extra-Urlaub bei Verzicht auf Flugreisen

Ab in den Urlaub: Das muss nach Meinung eines kleinen Berliner Unternehmens auch umweltfreundlich gehen. Mitarbeiterinnen, die aufs Flugzeug verzichten, bekommen deshalb länger frei.

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Mitarbeiterinnen des Berliner Unternehmens Weiberwirtschaft erhalten drei Tage mehr Jahresurlaub, wenn sie ein Jahr lang keine Flugreise antreten. Die Regelung soll einen Anreiz setzen, "klimaschonende Reiseformen und -ziele zu wählen", erklärte das Unternehmen am Montag.

"Jeder weiß, dass Flugreisen ein Klimakiller sind", sagte Geschäftsführerin Katja von der Bey. Alternativen wie Zugreisen würden aber häufig viel mehr Zeit kosten. Sie selbst sei im vergangenen Sommerurlaub mit dem Zug an die Französischen Côte d'Azur gefahren, sagte von der Bey. "Es war die pure Entschleunigung und ging erstaunlich gut."

Das Unternehmen räumte ein, dass der Klimaschutzeffekt bei nur zehn Mitarbeiterinnen "eher symbolisch" sei. "Aber vielleicht macht die Idee ja Schule und andere Unternehmen greifen die Idee auf", erklärte die Genossenschaft. In Berlin-Mitte betreibt sie nach eigenen Angaben ein "nach modellhaften ökologischen Kriterien" gebautes Gründerinnenzentrum.

sun/AFP



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wortgewalt87 27.05.2019
1. Echt?
Wenn ich mit dem Auto ans Mittelmeer fahre, ist meine Ökobilanz sogar ungünstiger als beim Fliegen, aber ich darf mir als Umweltfreund auf die Schulter klopfen.
lunofra 27.05.2019
2. Gut, dass es Berliner Unternehmen so gut geht.
Es freut mich zu hören, dass es einem Berliner Unternehmen so gut geht, dass es auf Produktivität verzichten kann. Warten wir mal auf die nächste Krise..
TipTopTap 27.05.2019
3. "Effekthascherei"
...mehr als ein symbolischer Akt ist dies nicht, da sich schonmal die Frage stellt in welcher Form bei dem Genossenschaftsunternehmen denn überhaupt Flugreisen anfangen sollten. Wer dies innerhalb Deutschland, und dazu noch mit Firmensitz Berlin, überhaupt in Erwägung zieht sollte eher "abgestraft" werden. Hochskalliert auf ein verzweigte Großunternehmen wäre der Gedanke interessanter. Dabei würde es wohl aber daraufhin hinauslaufen, dass Gesprächstermin sich in Zukunft nach den Schiffs-/Zugverbindungen zu richten haben oder aber der Arbeitgeber opfert seine Freizeit und beginnt schon am Tag vorher mit der Anreise. Dann wären 3 Tage Urlaub bei Vielreisenden jedoch nur ein tropfen auf den heißen Stein.
rboerdgen 27.05.2019
4. Super Idee,
meine Familie fliegt (aus eben diesem Grund, Umweltschutz) schon lange nicht mehr und auch nie wieder.
spon-facebook-10000403839 27.05.2019
5. hmmm?
Viel entscheidender finde ich die Frage: Warum gibt es sowas wie Weiberwirtschaft? Genossenschaft nur für Frauen, Tagungsräume nur für Frauen, Unterstützung nur für Frauen, Vermieten nur an Frauen - und nennen das "positive Diskriminierung". Also ist es aus deren Sicht positiv, wenn man nun Männer diskriminiert? Natürlich gibt es auch nur Ansprechpartnerinnen etc. - unterstützen die auch Rransmänner oder -Frauen bzw. das diverse Geschlecht? Als Frau kann ich doch überall genauso ein Unternehmen gründen und Tagungsräume mieten - unabhängig von Geschlecht oder Alter. Oder wird dann automatisch ein anderer Preis aufgerufen bzw. der Zugang für Frauen verweigert? Auch das wäre mir neu, wenn es z.B. eine offene Preisliste gibt? Habe ich noch nie erlebt. Es würde mich nicht wundern als Mann Hausverbot zu bekommen oder sofort rausgeworfen zu werden, sollte ich dieses Gebäude jemals betreten. Das ist der fade Beigeschmack so einer Institution. Genauso wundern mich z.B. Studiengänge nur für Frauen - wie beispielsweise Informatik an der HTW Berlin. Was für ein Typ Frauen geht dahin? PS: Natürlich gibt es sowas auch in der Männerwelt - hier genauso dämlich.
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