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07. Februar 2017, 10:43 Uhr

Jahresgehälter

Akademiker verdienen 17.000 Euro mehr

Studieren lohnt sich, das ist nicht neu. Ein Jobportal beziffert nun, wie viel Fachkräfte mit akademischer Ausbildung verdienen - verglichen mit Kollegen, die nicht studiert haben.

Im Schnitt verdienen Fach- und Führungskräfte bei uns rund 57.100 Euro im Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt das Jobportal Stepstone in einer Onlinebefragung.

Die höchsten Durchschnittsgehälter bekommen demnach Ärzte (82.700 Euro), Ingenieure (65.200 Euro) und Juristen (62.400).

Fachkräfte mit akademischer Ausbildung erhalten 64.700 Euro im Jahr und damit gut 17.000 Euro mehr als Kollegen, die keinen Studienabschluss haben. Wer einen Master vorweisen kann, bekommt zudem ein Gehaltsplus von fünf Prozent gegenüber Bachelor-Absolventen.

An der Umfrage von Stepstone haben im Herbst 2016 nach eigenen Angaben 60.000 Fach- und Führungskräfte teilgenommen, die alle in Vollzeit arbeiten. Drei von zehn Befragte übten einen Job mit Personalverantwortung aus.

Die Branchen, die am besten zahlen, waren Stepstone zufolge: die Chemie- und erdölverarbeitende Industrie (68.200 Euro), die Pharmaindustrie (67.700 Euro) und die Luft- und Raumfahrt (67.600 Euro).

Erst Anfang Januar hatte ein anderer Gehaltsvergleich ergeben, dass selbst identische Berufe von Branche zu Branche sehr unterschiedlich bezahlt werden.

Das Jobportal Stepstone listet durchschnittliche Jahresgehälter auch nach Studiengängen auf: Wer Medizin oder Zahnmedizin, Rechtswissenschaften oder Wirtschaftswissenschaften studiert, hat gute Aussichten, mit durchschnittlich 70.000 bis 80.000 Euro im Jahr hinterher zu den Spitzenverdienern zu gehören.

Auch von Bundesland zu Bundesland unterscheiden sich die Gehälter laut Stepstone. In Hessen, Bayern und Baden-Württemberg verdienen Fach- und Führungskräfte am meisten, nämlich im Schnitt mehr als 60.000 Euro im Jahr. In Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern sind es hingegen weniger als 43.000 Euro im Jahr.

Bei den Angaben handelt es sich stets um Bruttojahresgehälter inklusive Boni, Prämien, Weihnachtsgeld und anderen variablen Bezügen.

lov

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