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Gleicher Job, doppeltes Gehalt Diese Branchen zahlen am besten

Ob Verkaufsleiter, Sekretärin oder Controller: Wie viel jemand verdient, hängt stark von der Branche ab. Eine Untersuchung zeigt: Das Gehalt eines IT-Chefs liegt im Schnitt zwischen 67.000 und 122.000 Euro - je nach Arbeitgeber.
Nicht nur der Job oder die Ausbildung, auch die Branche bestimmt über das Gehalt

Nicht nur der Job oder die Ausbildung, auch die Branche bestimmt über das Gehalt

Foto: Corbis

Gehalt ist eine Frage des Könnens, des Engagements, des Verhandlungsgeschicks? Das mag alles stimmen. Aber ein wichtiger Faktor bleibt oft außen vor: Gehalt ist auch eine Frage der Branche.

Dieselben Aufgaben werden in verschiedenen Wirtschaftszweigen teils derart unterschiedlich bezahlt, dass die Differenz durch keine Fortbildung der Welt ausgeglichen werden.

Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Vergütungsberatung Compensation Partner, die am Dienstag veröffentlicht wird. Dafür wurden die Daten von Arbeitnehmern aus 17 Berufen ausgewertet, die in allen 60 untersuchten Branchen vorkommen, vom Controller bis zum Verkaufsleiter.

Für alle Branchen wurde zunächst das durchschnittliche Gehaltsniveau errechnet - und dann geschaut, wie weit die jeweiligen Branchen davon abweichen. Das Ergebnis: Die Pharmaindustrie zahlt am besten. Für die gleiche Arbeit gibt es hier 20 Prozent mehr Gehalt als im Mittel des jeweiligen Berufs. Den zweiten Rang teilen sich die Chemie- und die Halbleiterbranche mit einem Plus von 19 Prozent. Schlusslicht in der Untersuchung sind Callcenter, die 34 Prozent unter dem Durchschnitt liegen.

Während beispielsweise ein Controller in einem Pharmaunternehmen rund 66.000 Euro brutto jährlich verdient, bekommt er im Callcenter rund 36.000 Euro - und damit nur etwas mehr als die Hälfte. Ein IT-Leiter verdient im Callcenter rund 67.000 Euro, in der Pharmabranche sind für ihn hingegen 122.000 Euro drin.

Deutlich zeigt sich das Gefälle auch bei den Mitarbeitern der Sekretariate:

"Der starke Einfluss von Branchen wie der Pharma- oder Chemieindustrie liegt am hohen Ausbildungsstand der Beschäftigten und dem Wettbewerb um Spezialisten auf dem Markt", sagt Tim Böger, Geschäftsführer von Compensation Partner. Dies wirke sich auch positiv auf die Gehälter von Arbeitnehmern ohne Spezialisierung aus, zum Beispiel im Sekretariat oder in der Buchhaltung.

Für die Untersuchung wurden rund 32.000 Datensätze ausgewertet. Faktoren wie Firmengröße, Berufserfahrung und Alter wurden ausgeklammert.


Wie schneidet Ihre Branche ab? So lesen Sie die folgende Übersicht: Über alle verglichenen Berufe hinweg wurde ein Mittelwert für das Gehalt errechnet. Die Balkendiagramme zeigen nun, wie stark die jeweilige Branche davon abweicht. Der Mittelwert ist gleichbedeutend mit 100 Prozent. Die Pharmabranche mit 120 Prozent liegt also 20 Prozentpunkte darüber, die Werbe- und PR-Branche trifft den Mittelwert mit 98 Prozent recht genau, Hotels und Gaststätten liegen mit 78 Prozent weit darunter.

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