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Gehaltsatlas 2019 So viel verdienen Arbeitnehmer in Deutschland

Wer wie viel verdient, hängt nicht nur vom Beruf ab - sondern auch vom Bundesland. Wo Arbeitnehmer und Berufseinsteiger am besten bezahlt werden, zeigt die Deutschlandkarte.
Lohngefälle in den Bundesländern

Lohngefälle in den Bundesländern

Foto: gehalt.de/SPIEGEL ONLINE

Im Süden Deutschlands werden deutlich höhere Gehälter gezahlt als im Rest der Republik. Das ergab eine aktuelle Auswertung des Gehaltsatlas 2019 , für die mehr als 490.000 Vergütungsdaten verglichen wurden.

Die höchsten Gehälter werden bundesweit in Hessen gezahlt, durchschnittlich 14,1 Prozent mehr als der Bundesdurchschnittsverdienst von 45.000 Euro. Das ist bereits seit ein paar Jahren so und liegt vor allem an der Bankenmetropole Frankfurt. Auf dem zweiten und dritten Platz kommen Baden-Württemberg und Hamburg, dicht gefolgt von Bayern.

Ganz knapp über dem Durchschnittsniveau hält sich zudem Nordrhein-Westfalen mit 45.360 Euro Gehalt.

Die verbleibenden neun Bundesländer liegen damit unter dem Bundesdurchschnitt. Am Tabellenende stehen die neuen Bundesländer. Im Osten erhalten Beschäftigte rund 23,9 Prozent weniger Gehalt als im Westen. Die Lücke ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozentpunkte gesunken.

Die Hauptstadt Berlin erreicht mit 94,5 Prozent im Vergleich zu den übrigen östlichen Bundesländern ein hohes Gehaltsniveau. Beschäftigte beziehen hier ein durchschnittliches Einkommen in Höhe von 42.525 Euro. Allerdings sind hier auch die Lebenshaltungskosten höher, sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von gehalt.de. "Die Attraktivität Berlins führt zu immer höheren Mietpreisen und einem steigenden Pendleraufkommen in der Hauptstadt."

Die Auswertung vergleicht zudem die Gehälter von Berufseinsteigern - und auch hier ist Hessen das attraktivste Bundesland, erneut gefolgt von Baden-Württemberg, Hamburg und Bayern. Am Tabellenende stehen wieder die neuen Bundesländer, Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern.

In Hessen erhalten Akademiker der Auswertung zufolge zum Karrierestart ein Bruttojahresgehalt von durchschnittlich 52.657 Euro. Nach ihrer Lehre verdienen junge Beschäftigte in Hessen im Schnitt 35.117 Euro. Ein Akademiker in Mecklenburg-Vorpommern bezieht in seinen ersten Berufsjahren hingegen ein Durchschnittsgehalt von 35.057 Euro, für einen Berufseinsteiger nach der Ausbildung gibt es 23.380 Euro.

Mecklenburg-Vorpommern schneidet dafür bei der Geschlechtergerechtigkeit besonders gut ab. Hier ist die sogenannte unbereinigte Entgeltlücke mit 16,4 Prozent am niedrigsten und damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent gefallen.

Den höchsten Gender Pay Gap gibt es in Baden-Württemberg, hier unterscheiden sich die Gehälter von Frauen und Männern um 26,5 Prozent.

sun/dpa-AFXP
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