Gehaltsreport: So viel Geld steckt in der Autobranche
Gehaltsreport Was Einsteiger in der Autobranche verdienen
Schrauben, konstruieren, entwickeln, designen, verkaufen - Jobs in der Automobilindustrie sind vielfältig. Und die Gehälter sind es auch, zeigen Berechnungen der Vergütungsberatung PersonalMarkt. Wer zum Beispiel als Entwicklungsingenieur anfängt, bekommt im Schnitt ein Jahresgehalt von rund 50.000 Euro - und damit doppelt so viel wie ein junger Verkäufer in einem Autohaus.
Studenten der Ingenieurwissenschaften können mit einem Jahresgehalt von rund 46.000 Euro rechnen. Ihre Einstiegsgehälter sind in den letzten fünf Jahren um rund elf Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Einsteiger mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund bekommen ein durchschnittliches Jahresgehalt von 43.100 Euro.
Vergleicht man die Gehälter nach Studienabschluss, so liegen Einsteiger mit dem altbewährten Diplom vorn. Sie starten aktuell mit 47.500 Euro, dicht gefolgt von Masterabsolventen mit 46.000 Einstiegsgehalt. Leicht abgeschlagen: Fachhochschulabsolventen mit 44.500 Euro und Bachelorabsolventen mit rund 44.000 Euro Jahresgehalt. Eine Promotion kostet zwar Lebenszeit und reichlich Nerven, bringt aber noch einmal einen deutlichen Gehaltsvorteil: 58.600 Euro beträgt das Jahreseinstiegsgehalt.
Übersicht: Welche Fachleute die Autobranche sucht
Unabhängig von der Studienrichtung erhalten Trainees in der Automobilindustrie im Vergleich zu Direkteinsteigern etwas weniger Geld: 44.100 Euro statt 45.900 Euro. Dafür haben sie in der Regel aber auch mehr Freiheiten und lernen verschiedene Abteilungen kennen.
Mit höheren Gehältern können Berufsanfänger im Bereich Forschung und Entwicklung rechnen. Entwicklungsingenieure starten mit 47.400 Euro Jahresgehalt, Produktionsingenieure sogar mit knapp 48.000 Euro. Konstruktionsingenieure kommen auf 45.200 Euro, Vertriebsingenieure auf 46.100 Euro. Zum Vergleich: Controllingpositionen in der Automobilindustrie werden mit knapp 42.000 Euro vergütet. Das Einstiegsgehalt sollte aber nicht überbewertet werden, es dient als Ausgangspunkt für die weitere Gehaltsentwicklung und kann bei entsprechender Leistung mit guten Argumenten oder einem geschickten Jobwechsel nach oben korrigiert werden.
Keine Grenze nach oben
Die Gehälter von Bandarbeitern, Verkäufern und KFZ-Mechatronikern fallen nicht ganz so üppig aus: Berufseinsteiger im Vertriebsinnendienst kommen im Schnitt auf 33.900 Euro Jahresgehalt, Techniker in der Serienproduktion auf 36.900 Euro und KFZ-Mechatroniker auf 23.200 Euro jährlich.
Grundsätzlich gilt: Konzerne zahlen tendenziell mehr als mittelständische Unternehmen. In westlichen Bundesländern gibt es mehr Geld als im Osten, in Großstädten mehr als auf dem Land. Die Automobilbranche gilt nach wie vor als Schlüsselindustrie, die Gehälter liegen rund acht Prozent höher als der Bundesdurchschnitt. Von den Rekordgewinnen des vergangenen Jahres profitierten auch die Beschäftigten: Einige Autobauer zahlten Prämien in bislang einmaliger Höhe an ihre Mitarbeiter.
Wer eine leitende Position übernimmt, kann sein Gehalt noch einmal deutlich nach oben schrauben: Betriebs- oder Werksleiter mit Personalverantwortung verdienen in der Automobilbranche im Schnitt zwischen 76.500 Euro und 117.000 Euro Jahresgehalt - je nach Unternehmensgröße. Wer im oberen Management arbeitet, hat noch einmal deutlich mehr auf dem Konto: Die Vergütung von Geschäftsführerpositionen liegt je nach Größe des Unternehmens zwischen 113.500 Euro und 234.000 Euro. Spitzenverdiener erzielen mehr als 300.000 Euro Jahresgehalt. Darin enthalten ist meist ein relativ hoher Anteil an variablen Bezügen.