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Koalitionsvertrag So viele unbegründete Befristungen könnte die GroKo verhindern

Die Große Koalition will die Zahl unbegründet befristeter Jobs eindämmen. Für rund 400.000 Stellen müssten Arbeitgeber dann neue Regelungen finden, schätzen Forscher.
Mitarbeiter in der Autoproduktion (Symbolbild)

Mitarbeiter in der Autoproduktion (Symbolbild)

Foto: Sebastian Gollnow/ picture alliance / Sebastian Gollnow/dpa

Die Zahl der Arbeitsverträge mit sachgrundloser Befristung könnte um etwa 400.000 reduzieren, wenn die Pläne von Union und SPD im Koalitionsvertrag umgesetzt werden. Das schätzen Forscher vom Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Allerdings könne niemand seriös vorhersagen, wie viele dieser Arbeitsverhältnisse dann mit Sachgrund befristet werden, wie viele unbefristet vereinbart werden und wie viele gar nicht mehr zustande kommen, schreibt das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf das IAB.

Die Forscher gehen demnach von insgesamt 1,3 Millionen Beschäftigten aus, die mit sachgrundlos befristeten Verträgen arbeiten. Rund 830.000 von ihnen sind in Unternehmen mit mehr als 75 Mitarbeitern tätig. Union und SPD wollen ab dieser Firmengröße Unternehmen gestatten, maximal 2,5 Prozent der Belegschaft ohne Grund nur befristet zu beschäftigen.

Nach den jüngsten verfügbaren Zahlen aus dem Jahr 2013 liegt der Anteil solcher Befristungen in diesen größeren Unternehmen derzeit bei etwas mehr als fünf Prozent. "De facto würde sich diese Zahl ungefähr halbieren, wenn die 2,5-Prozent-Grenze greift", sagte IAB-Chef Joachim Möller.

Möller wertet auch die geplante Begrenzung begründeter Befristungen von Arbeitsverträgen als positiven Schritt. "Dass solche Kettenbefristungen jetzt fünf Jahre nicht überschreiten dürfen, hat zumindest die positive Seite, dass Arbeitnehmer nicht endlos hingehalten werden können. Da muss sich gerade auch der Öffentliche Dienst bewegen", sagte er. Allerdings entstehe die Gefahr einer Einstellungsblockade.

lov/dpa
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