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Arbeiten im Sommer Sechs Tipps gegen die Hitze

Es ist heiß... na und? Lassen Sie sich nicht von Geschäftspartnern aus Indien oder Mexiko belächeln, wenn Sie über die Temperatur am Arbeitsplatz stöhnen. Lernen Sie von ihnen!
Ein Inder nimmt am Triumphbogen in Neu-Delhi eine Dusche

Ein Inder nimmt am Triumphbogen in Neu-Delhi eine Dusche

Foto: ROBERTO SCHMIDT/ AFP

Solch einen Sommer hatten wir schon lange nicht mehr. Es ist warm und sonnig, und zwar seit Wochen fast durchgehend. Schön für die, die nun am See oder am Meer sitzen, im Garten dösen oder wenigstens in klimatisierten Büros das Wetter vor dem Fenster wie eine Fototapete bewundern dürfen.

Doch es gibt auch Menschen, denen knallt die Sonne auf die Tastatur, die schwitzen sich jeden Tag durch Konferenzen und ärgern sich, dass die Chefs nicht wenigstens jetzt kurze Hosen und Flipflops erlauben.

Gehören Sie dazu? Dann könnten Sie auf der Arbeit damit punkten, wenn Sie Sitten und Bräuche aus wärmeren Ländern übernehmen, um sich und Ihren Kollegen Erleichterung zu verschaffen. Und zwar so:

Lektion eins aus dem Irak: eine Kopfdusche. Temperaturen jenseits der 40 Grad gehören im irakischen Sommer zum Alltag und auf Klimaanlagen ist wegen der häufigen Stromausfälle kein Verlass. Viele Händler stellen deshalb auf den Bürgersteigen Duschen auf, unter denen man sich die Köpfe mit Wasser abbrausen kann. Das geht auch auf Bürotoiletten. Und danach mit nassen Haaren am PC zu sitzen oder in der Werkstatt zu schuften, hat einen nachhaltigen Vorteil: Verdunstungskälte.

Außendusche auf einem Markt in Bagdad

Außendusche auf einem Markt in Bagdad

Foto: SABAH ARAR/ AFP

Lektion zwei aus Indien: eisgekühlte Joghurtgetränke. Natürlich können Sie sich mit kalten Softdrinks und Kaffee bei Laune halten. Oder Sie mixen sich und den Kollegen in der Pause einen Lassi. Dazu brauchen Sie Naturjoghurt und kaltes Wasser zu etwa gleichen Teilen - und dann je nach Geschmack ein paar Esslöffel Honig und/oder Zitronensaft, Zimt oder Ingwer, pürierte Bananen, Erdbeeren oder Mangos und Minze. Was und wie viel davon, entscheiden Sie.

Lektion drei aus Spanien: ein Schläfchen. Wenn die Sonne besonders heiß vom Himmel knallt, also zwischen zwei und fünf Uhr, zieht man sich in Spanien einfach zur Siesta zurück. Büros machen längere Pausen, viele Läden schließen. Vielleicht lassen sich auch Ihr Chef oder Ihre Chefin zu einer ausgedehnteren Mittagspause überreden, selbst wenn kein Nickerchen dabei herausspringt.

Lektion vier aus Mexiko: ein Hut. Die werden in dem lateinamerikanischen Land an jeder zweiten Straßenecke verkauft. Dabei muss es gar nicht der klischeehafte Sombrero sein, den Mexikaner in Comics tragen. Auch ein einfacher Stoffhut hilft gegen die Sonne auf dem Arbeitsweg, so wie weiße Leinenkleidung.

Mexikaner mit Hut

Mexikaner mit Hut

Foto: imago

Lektion fünf aus Japan: Gadgets. In japanischen Drogerien und Kaufhäusern werden die verschiedensten Produkte zum Hitzeschutz angeboten. Darunter sind kühlende Feuchttücher und Fächer, die auch hierzulande erhältlich sind, oder Ventilatoren mit USB-Anschluss. Mehr zu pfiffigen Kühlgeräten fürs Büro lesen Sie hier.

Von Asiaten lernen: Model mit tragbarem Ventilator in Südkorea

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Foto: ED JONES/ AFP

Lektion sechs aus Thailand: Hemd und Schlappen. In dem südostasiatischen Land sind Temperaturen von mehr als 30 Grad das ganze Jahr über eher die Regel. Deshalb ist es viel üblicher, das Hemd über der Hose und dazu Flipflops zu tragen. Wenn sich das erst in Ihrem Büro etabliert hat, fällt auch das Flappflappflapp-Geräusch der Badeschlappen irgendwann keinem mehr auf.

lov/dpa
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