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Homeoffice Mitarbeiter sollen leichter von zu Hause aus arbeiten können

Fast die Hälfte der Deutschen möchte wenigstens ab und zu im Homeoffice bleiben. Das soll nach Plänen des Arbeitsministeriums bald leichter möglich sein.
Arbeit im Homeoffice (Symbolbild)

Arbeit im Homeoffice (Symbolbild)

Foto: Daniel Naupold/ picture alliance / dpa

Björn Böhning, Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, will ein gesetzlich verankertes Recht auf Homeoffice schaffen. Der SPD-Politiker plant nach SPIEGEL-Informationen einen Vorstoß, nach dem Unternehmen Heimarbeit entweder erlauben müssen - oder aber begründen müssen, warum diese in der Firma nicht möglich ist. In den Niederlanden gibt es ein solches Gesetz bereits. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte bei SPIEGEL+ )

"Die Digitalisierung verändert die Herrschaftsbeziehungen. Wir müssen sicherstellen, dass die Menschen von den Veränderungen profitieren", sagte Böhning dem SPIEGEL.

In Deutschland arbeiten nach Angaben des Statistischen Bundesamts nur zwölf Prozent der Beschäftigten zumindest gelegentlich von zu Hause aus. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wäre Heimarbeit jedoch bei vier von zehn Jobs grundsätzlich möglich. In den meisten Fällen scheitere der Wunsch danach an den Vorgesetzten, so die DIW-Forscher.

40 Prozent der Deutschen wünschen sich laut einer Studie des Bundesarbeitsministeriums, wenigstens ab und zu von zu Hause aus zu arbeiten, unabhängig davon, ob sie eine Familie haben oder Single sind. Viele Beschäftigte schätzen die Möglichkeit, sich so ihre Arbeit selbst einzuteilen und sie bei Bedarf unterbrechen zu können.

Studien zeichnen ein widersprüchliches Bild, ob Heimarbeit eher schadet oder nützt: Menschen arbeiten im Homeoffice durchschnittlich länger, haben häufiger Schwierigkeiten, nach Feierabend abzuschalten und werden seltener befördert. Andererseits sind sie offenbar tendenziell zufriedener und produktiver.

akn