Zu Hause arbeiten So sieht es bei unseren Leserinnen im Homeoffice aus

Homeoffice, das gilt als Bestandteil der schönen neuen Arbeitswelt. Wir haben unsere Leser gefragt, ob das stimmt - und sie haben geantwortet.

privat

Ein lichtdurchflutetes Loft, alles hübsch aufgeräumt - und mitten im Raum sitzt eine glücklich schauende Frau an einem Schreibtisch und arbeitet vor sich hin. So sieht es auf vielen Agenturfotos aus, die das Thema Homeoffice in Texten illustrieren sollen.

Aber entspricht das der Realität? In der Küche duftet frischer Tee, das Telefon klingelt nur selten, das Baby kooperiert und meldet sich allenfalls im Drei-Stunden-Takt?

Wir haben SPIEGEL-Leser gebeten: Melden Sie sich bei uns und zeigen Sie uns, wie Ihr Arbeitsplatz im Homeoffice aussieht. Arbeiten Sie freiwillig und gern von zu Hause aus oder gezwungenermaßen? Welche Vor- und Nachteile hat das Haus-Büro?

Per E-Mail bekamen wir viele Zuschriften mit Fotos und Beschreibungen, in denen Sie von Ihrem Büro daheim berichteten. Hier kommt eine Auswahl der spannendsten, witzigsten und schönsten Momentaufnahmen:

Fotostrecke

12  Bilder
Leser im Homeoffice: Mit Pantoffeln und Zigarette im Wohnzimmer

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insgesamt 48 Beiträge
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Seite 1
HuFu 15.10.2019
1. Nun ja....
Bild 1-12 entsprechen IMHO nicht der ArbStättV nach § 3a und sollte durch den AG mal besichtigt werden ^^ § 3a Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten " Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass Arbeitsstätten so eingerichtet und betrieben werden, dass Gefährdungen für die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten möglichst vermieden und verbleibende Gefährdungen möglichst gering gehalten werden. Beim Einrichten und Betreiben der Arbeitsstätten hat der Arbeitgeber die Maßnahmen nach § 3 Absatz 1 durchzuführen und dabei den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene, die ergonomischen Anforderungen ..." Mein bescheidenes Beurteilen der "Arbeitsplätze" wie folgt: Bild 1 - Entspricht mgl.weise nicht der ArbStättV -> Tisch scheint zu klein Bild 2 - okay Bild 3 - okay Bild 4 - Entspricht nicht der ArbStättV Bild 5 - Entspricht mgl.weise nicht der ArbStättV "Tisch" viel zu klein, direkte Sonneneinstrahlung Bild 6 - ? Bild 7 - Entspricht mgl.weise nicht der ArbStättV Gang scheint zu eng / schmal Bild 8 - ? Bild 9 - Tageslicht ? Bild 10 - Entspricht mgl.weise nicht der ArbStättV spiegelnde, reflektierende Tische Bild 11 - Tiere sind nicht Bestandteil ;) Bild 12 - Entspricht mgl.weise nicht der ArbStättV Wohnzimmertisch nebst Couch
krautrockfreak 15.10.2019
2. Homeoffice is zu 99% ein Nachteil für den AG, denn die Effektivität
ist mit Sicherheit bei den meisten Leuten geringer als in der Firma, wo es eine kollektive "Aufsicht" aus Chef und Kollegen gibt.
c.ivis 15.10.2019
3. Im Ernst?
@HuFu: ist das alles, was Ihnen dazu einfällt? Traurig. Erstens handelt es sich bei einigen der Home-Offices um solche von Freiberuflern, die zum Glück noch unabhängig von einer ArbStättVO ihre Arbeitsplätze einrichten dürfen. Zum Anderen dürfte auch an den Arbeitsplätzen der abhängig Beschäftigten das Arbeiten sehr angenehm möglich sein. Vielleicht sogar gerade WEIL dort zB direkte Sonneneinstrahlung herrscht. Im Grunde nur ein wunderbares Beispiel dafür, wie unsinnig eine ArbStättVO ist, die derartig enge Rahmenbedingungen für die Gestaltung von Arbeitsplätzen vorschreibt. Ich freue mich für alle, die, wie auch ich, die Freiheiten und Vorteile des Home-Office genießen können, egal, ob der Arbeitsplatz zu klein, zu sonnig oder zu dunkel ist. Wie heißt es so schön: First World Problems
mikew33 15.10.2019
4. Vor und Nachteile:
Habe 10 Jahre im Zuhause mein Büro gehabt um mich um die Kinder zu kümmern. Frau hatte dadurch die Möglichkeit zu Studieren (Rücken frei gehalten...:-) Aber nun sind Kinder weg (Auszug), und ich hätte gerne wieder Kollegen um mich herum....ist leider nun dafür zu spät. Gehe dann halt in 2 Jahren in Rente. Konzentrierter konnte ich im Homeoffice arbeiten, aber mehr Spaß hatte ich in der Firma. Dort war ich aber auch in erster Linie wegen der netten Kollegen!
schlimmo 16.10.2019
5.
Ich hoffe, ich darf den ersten Beitrag als eine satirische Parodie deutscher Regelungsfreude, Vorschriftenmeierei und Paragraphenwut verstehen darf. Ich finde Home Office prima, sollte meiner Meinung nach noch viel stärker durch die Regierung gefördert werden. Entlastet den Verkehr, wenn weniger pendeln (jetzt fördern wir aber erstmal lieber die, die besonders lange pendeln - macht Sinn, nech) und kann auch ein effizientes Arbeiten ermöglichen, gerade wenn sonst nur ein Platz in einem Großraumbüro zur Verfügung steht, wo nicht immer konzentriert an irgendwelchen Konzepten gearbeitet werden kann. Übertreiben sollte man es allerdings auch nicht von zuhause aus, in Maßen aber durchaus sinnvoll. Und gerade auch bei kleinen Kindern sicherlich ein Segen.
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