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Studie des DGB Im Homeoffice kürzt fast jeder Zweite die Mittagspause

Arbeiten von zu Hause aus hat viele Vorteile – und auch Schattenseiten. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat dazu nun Zahlen geliefert, die zeigen: Der Stress im Homeoffice ist für viele höher.
Wer im Homeoffice arbeitet, ist häufig nachts bis 23 Uhr erreichbar.

Wer im Homeoffice arbeitet, ist häufig nachts bis 23 Uhr erreichbar.

Foto: AleksandarNakic / Getty Images

Wer im Homeoffice arbeitet, macht häufiger unbezahlte Überstunden, ist abends länger für die Arbeitskollegen erreichbar und lässt oft die Pausen ausfallen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), über die die »Süddeutsche Zeitung« berichtet.

Für die Studie wurden Menschen der gleichen Berufe befragt und verglichen, die häufig oder immer im Homeoffice oder häufig oder immer in der Firma arbeiten. Das Ergebnis: Wer zu Hause arbeitet, hat mehr Stress.

Fast jeder Zweite gab an, im Homeoffice Pausen zu verkürzen oder ganz ausfallen zu lassen. 28 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice machen häufig unbezahlte Überstunden. Und Vorgesetzte erwarten von jedem dritten Heimarbeiter, außerhalb normaler Arbeitszeiten erreichbar zu sein, etwa am Mobiltelefon.

Sowohl unbezahlte Überstunden als auch die Erwartungen an die Erreichbarkeit außerhalb der eigentlichen Arbeitszeiten nannten Arbeitnehmer im Homeoffice doppelt so häufig wie jene, die meist oder immer in der Firma arbeiten.

Homeoffice-Beschäftigte sind demnach auch viel öfter abends bis 23 Uhr tätig und fangen früh wieder an. 47 Prozent der daheim Arbeitenden gaben an, in der Freizeit häufig nicht richtig abschalten zu können.

»Arbeit zu entgrenzen, belastet die Gesundheit«, warnt DGB-Chefin Yasmin Fahimi in der »SZ«. Sie will das mobile Arbeiten gesetzlich regeln.

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