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Job & Karriere

Manager-Magazin

Jobdoppel Der Sprayer und der Wegwischer

Beide arbeiten mit Sprühfarben. Der eine wird bezahlt, um weiße Wände in bunte Bilder zu verwandeln, der andere, um die Farbe wieder wegzuwischen. Kayo Natez ist Sprayer, Dirk Schilling Reinigungsfachmann. Was sie vereint: Beide finden, dass es gar nicht genug Graffiti geben kann.
Kayo Natez verdient mit dem Malen von Graffiti seinen Lebensunterhalt

Kayo Natez verdient mit dem Malen von Graffiti seinen Lebensunterhalt

Foto: Kayo
Von Beruf Sprayer: Ich bin immer noch echt
Foto: Kayo
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Von Beruf Sprayer: Ich bin immer noch echt

Dirk Schilling hat sich mit einer Graffiti-Reinigungsfirma selbständig gemacht

Dirk Schilling hat sich mit einer Graffiti-Reinigungsfirma selbständig gemacht

Foto: Lutz Kampert/ dimago.net
Graffiti-Entferner: "Sprayer sind ein bisschen wie Hunde"
Foto: Lutz Kampert/ dimago.net
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Graffiti-Entferner: "Sprayer sind ein bisschen wie Hunde"

Sprayer Graffiti-Entferner
Darum geht es:

Gebäude mit Graffiti zu verschönern.
Darum geht es:

Graffiti an Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln zu entfernen.
Arbeitsplatz:

Oft draußen - und immer öfter in der ganzen Welt.
Arbeitsplatz:

Früher häufig draußen, heute auch viel im Büro.
Typische Aufgaben:

Ideen für die Motive entwickeln, malen.
Typische Aufgaben:

Mit dem zwei Tonnen schweren Hochdruckreiniger arbeiten und die Malerei mit Spezialmittlen entfernen.
Was man braucht:

Eine Gasmaske gegen biologische Dämpfe und Handschuhe, um die Haut vor dem ständigen Kontakt mit dem Lack zu schützen. Und natürlich Farben.
Was man braucht:

Die richtige Ausrüstung! Eine Atemmaske, falls man mit Chlor arbeitet, einen wasserdichten Schutzanzug, Schutzschuhe, eine Schutzbrille, denn die Farbe reizt. Wichtig ist auch eine ausreichende Belüftung, wenn man in Räumen arbeitet. Sonst wird es gefährlich!
Das Schöne am Beruf:

Wenn Passanten stehen bleiben, weil sie die Veränderung ihrer Umgebung bewusst wahrnehmen, sich interessieren und freuen. Das ist die beste Auszeichnung.
Das Schöne am Beruf

Dass man sich täglich neuen Herausforderungen stellen muss und es nie langweilig wird. Es ist immer ein gutes Gefühl, Werte wieder herzustellen und Kunden wieder glücklich zu machen.
Schattenseiten

Es gibt viele, die Graffiti als Möglichkeit sehen, keinen normalen Job erlernen zu müssen. Nur weil du eine Dose in der Hand hältst und eine Landschaftskulisse auf ein Garagentor malst, macht dich das noch nicht zum Sprüher.
Schattenseiten

Die Arbeit wird gefährlich, wenn man sich nicht richtig schützt. Es sind schon Graffitentferner an Atemwegsverätzungen gestorben, weil sie in einem Aufzug mit Flusssäure versetzte Farbe entfernt haben und der Raum nicht ausreichend gelüftet wurde.
So wird man es:

Dank einer Kombination aus Zufall und Talent.
So wird man es:

Graffiticleaner ist kein Ausbildungsberuf. Die Mitarbeiter sind oft Quereinsteiger und waren vorher Maler, Anstreicher oder Gebäudereiniger.
Verdienst:

Pro Quadratmeter, abhängig vom Motiv, rund 50 bis 100 Euro.
Verdienst:

Ein Graffiti zu entfernen kostet pro Quadratmeter 20 bis 25 Euro. Vor 30 Jahren verdiente man noch doppelt so viel.
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