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Sehnsuchtsorte weltweit: Die beliebtesten Städte bei Arbeitnehmern

Foto: Toby_Melville/ picture-alliance / dpa

Traumstädte von Arbeitnehmern London sticht New York aus

Alle wollen in London arbeiten. Als Jobstandort schlägt die britische Hauptstadt New York und Paris, ergab eine Umfrage. Immerhin schaffte es auch eine deutsche Stadt unter die Top Ten.

Big Ben, die Themse, aber vor allem der Finanzdistrikt: London ist die beliebteste Stadt unter Arbeitnehmern weltweit. Die britische Hauptstadt übertrifft damit sogar noch New York und Paris auf dem dritten Rang. Das hat eine Erhebung ergeben , für die das Beratungsunternehmen The Boston Consulting Group (BCG) und ein Netzwerk von Stellenbörsen zwischen April und Juni 2014 mehr als 200.000 Menschen aus 189 Ländern befragt haben.

Fast jeder Sechste (16 Prozent) hätte sich gerne einen Arbeitsplatz an der Themse gesichert. Weitere Städte unter den Top Ten sind Sydney, Madrid, Barcelona, Berlin auf Platz sechs, Toronto, Singapur und Rom.

"Die Untersuchung unterstreicht den Ruf von London als globaler Standort", sagte Mike Booker von der britische Stellenbörse totaljobs.com. "London bietet nicht nur eine Menge an Berufsmöglichkeiten aus den verschiedensten Bereichen, die Stadt überzeugt auch mit kulturellen Anziehungspunkten." Es sei keine Überraschung, dass die Menschen zum Arbeiten an die Themse kommen wollten. Laut Booker sind etwa drei Millionen ausländische Arbeitskräfte in London beschäftigt. London ohne Umland hat etwa 8,5 Millionen Einwohner.

Die Attraktivität der Stadt als Jobstandort begründe sich auch in guten Karrierechancen im Finanzsektor und guten Gehaltsaussichten; Paris punkte dagegen mit kultureller Vielfalt. London ist vor allem unter Menschen aus Portugal, Israel, Barbados, Rumänien und Jamaika beliebt.

Zwei von drei Arbeitnehmern zieht es in Ausland

In dem Ranking wurden auch erfasst, in welchem Land die Arbeitnehmer am liebsten arbeiten würden. Hier lagen die USA mit 42 Prozent vorne, Großbritannien schaffte es auf den zweiten Platz (37 Prozent). Rang drei ging mit 35 Prozent an Kanada. Deutschland ist mit Rang vier das erste Land, in dem kein Englisch gesprochen wird, dann folgen die Schweiz und Frankreich.

"Deutschland ist ein Magnet für die internationalen Arbeitskräfte. Die stabile wirtschaftliche Situation, das große Angebot an freien Stellen auf dem Arbeitsmarkt und die guten Lebensbedingungen machen die Bundesrepublik zu einer guten Option sowohl für Arbeitnehmer als auch für hoch qualifizierte Fachkräfte", sagt Sebastian Dettmers, Geschäftsführer von Stepstone und Kooperationspartner der Studie für Deutschland.

Insbesondere Arbeitskräfte aus südosteuropäischen Staaten wie Bosnien-Herzegowina oder Serbien zieht es nach Deutschland - 73 und 64 Prozent der Arbeitnehmer aus diesen Ländern würden hier arbeiten. In den Niederlanden liegt dieser Wert bei 51 Prozent. Und auch in Finnland findet knapp die Hälfte der Arbeitnehmer Deutschland attraktiv.

Wie die Umfrage weiter zeigt, ist auch die generelle Bereitschaft zur Mobilität groß: 64 Prozent der Befragten würden für einen guten Job ins Ausland ziehen - in Deutschland sind aber weniger als die Hälfte der Arbeitskräfte dazu bereit. Dafür würden in Frankreich und den Niederlanden mehr als 90 Prozent für den perfekten Job ins Ausland ziehen. Spitzenreiter ist den Angaben zufolge Pakistan: Etwa 97 Prozent der dort Befragten zeigten sich zum Umzug bereit.

joe/Reuters
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