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Studie Kita-Kosten wirken sich kaum auf Erwerbstätigkeit von Frauen aus

Wenn der Kitaplatz nichts kostet, geben mehr Eltern ihre Kinder in die Betreuung. In der Folge führt das einer Studie zufolge allerdings nicht dazu, dass mehr Frauen einen Job annehmen.
Mutter mit Kind

Mutter mit Kind

Foto: Boris Roessler/ picture alliance / dpa

Wenn die Kita kostenlos ist, dann sorgt das dafür, dass Mütter deutlich schneller und häufiger zurück in den Beruf gehen - das war bisher gängige Überzeugung in der Familien- und Arbeitsmarktpolitik. Das Problem: Es stimmt offenbar nicht.

Eine aktuelle Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit  (IZA) zeigt: Ob der Kita-Besuch kostenlos ist oder nicht, hat auf die Erwerbstätigkeit von Frauen kaum Einfluss. Frauen arbeiten demnach nicht mehr, wenn sie für den Kita-Besuch ihrer Kinder keine Gebühren zahlen müssen.

Allerdings geben mehr Eltern ihre Kinder zur Betreuung, wenn diese kostenlos ist - vor allem in einkommensschwachen Familien. Messen lässt sich der Effekt allerdings nur für jüngere Kinder: Im letzten Kindergartenjahr bleibt auch mit Gebühren ohnehin kaum noch ein Kind zu Hause.

Für ihre Studie haben die Heidelberger Forscherinnen Anna Busse und Christina Gathmann Daten des Sozio-Oekonomischen Panels (SOEP) von rund 9000 Haushalten aus den Jahren 2010 bis 2015 untersucht. Die Ergebnisse beziehen sich nur auf Westdeutschland und Berlin.

him/dpa
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