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08. Mai 2017, 14:51 Uhr

Kreative Bewerbungen

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Wie sorgt man dafür, dass die eigene Bewerbung überhaupt gelesen wird? Manche singen ihr Anschreiben, ohne dass es peinlich wird. Ein paar Anregungen.

Als Bewerber muss man aus der Masse herausstechen. Für begehrte Stellen gibt es oft Dutzende Kandidaten, und die Personaler nehmen sich meist nur fünf Minuten Zeit für die Durchsicht einer Bewerbung. Mit einem Standardbrief kommt man da nicht weit. Mutige Kandidaten versuchen daher, den Wunscharbeitgeber zu überraschen und gehen mit unkonventionellen Mitteln in die Offensive.

Einige sind mit ihren ausgefallenen Ideen zu Internetberühmtheiten geworden. Die kann man natürlich nicht einfach kopieren, sie können aber eine Anregung für die eigene Jobsuche sein. Fünf Beispiele:

Solche Guerilla-Bewerbungen sind eine hohe Kunst - bestenfalls beweisen Kandidaten damit, dass sie kreativ sind und offen für neue Ideen. Alles Punkte, die heute in vielen Berufen gefordert werden. Aber originelle Ideen sind nicht auf die Kreativbranche beschränkt.

Bei einer Bewerbung bei einem Süßigkeitenhersteller könne man die Unterlagen beispielsweise in eine Verpackung des Unternehmens stecken - das erzeuge Aufmerksamkeit, so Slaghuis. Noch besser: Eine ausgefallene Torte als Bewerbung für eine Lehrstelle in einer Konditorei vorbeibringen. Oder als technischer Zeichner mit einem Architekturmodell bewerben. So hat der Chef gleich die erste Arbeitsprobe in der Hand.

Auffallen um jeden Preis, ist aber die falsche Devise. "Genial" und "genial daneben" liegen dicht beieinander. Schlimmstenfalls kommt das als Klimbimbewerbung rüber und ist einfach peinlich. Solche Bewerbungen werden schnell aussortiert, warnt Slaghuis.

Das gilt etwa, wenn der Lebenslauf einfach nur auf Klopapier geschrieben ist oder in einem Pizzakarton liegt - ohne dass erkennbar wäre, was daran der Gag sein soll. Es ist eben kein Einstellungsgrund, einfach nur anders zu sein. Wichtig ist der inhaltliche Bezug zum Unternehmen, so Slaghuis. "Sonst zuckt der Personaler nur mit den Schultern", sagt auch Karrierecoach Hesse.

Zu aufdringlich dürfen Bewerber auch nicht wirken - Twitter-Stalker etwa nerven Personaler schnell. Und platte Sprüche sind nie witzig, auch nicht als Bewerbung: Wer einen Silvesterkracher verschickt mit dem Spruch "Nehmen Sie mich, ich bin der Knaller!", wird höchstens ein müdes Lächeln ernten.

Tobias Schormann/dpa/koe

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