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Tricks für Kreativität Wie Genies ihren Tag planten

Ein abgeschraubter Türknauf oder Picassos "Zu-Hause-Tag" - viele Geistesgrößen sind nicht nur genial, sondern haben auch eigene Rituale, um Raum für Kreativität zu schaffen. Davon kann jeder lernen.
Andy Warhol

Andy Warhol

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Z1030 Federico Gambarini/ dpa

KarriereSPIEGEL-Klassiker

Manche Dinge ändern sich (fast) nie: Wie man eine interessante Bewerbung schreibt. Wie man im Vorstellungsgespräch einen guten Eindruck hinterlässt. Die besten zeitlosen Artikel aus dem KarriereSPIEGEL präsentieren wir Ihnen in loser Folge.

Sie hinterlassen kein Werk wie Pablo Picasso? Ihre Notizen für die Nachwelt reichen nicht an Hemingway heran? Kein Grund nachzulassen - denn die im Überblick genannten Geistesgrößen waren nicht nur mit viel Talent gesegnet. Dazu beherrschten sie kluge Strategien, um der Kreativität während des grauen Alltags Raum zu geben - Strategien, von denen auch kleinere Geister wie wir profitieren können.

Der Autor Mason Currey hat in seinem Buch "Daily Rituals: How Artists Work" die Gewohnheiten von 161 Kreativen untersucht. Aus den Anekdoten über den Tagesablauf berühmter Schriftsteller, Maler, Philosophen und Wissenschaftler können Normalsterbliche durchaus Lehren ziehen, wie Sarah Green in ihrem Blog für "Harvard Business Review" herausgefunden hat.

Kreativer und produktiver arbeiten - die Strategien, mit denen Genies wie Beethoven, Kierkegaard oder William Faulkner ihren Tag organisierten, sind oft ebenso einfach wie effizient. Faulkner zum Beispiel schraubte den Türknauf seines Arbeitszimmers ab, um konzentriert und ohne Ablenkung arbeiten zu können. Dass Ausflüge an die frische Luft Körper und Geist beleben, zeigt die Anekdote von Kierkegaards Regenschirm.

Die eigene Produktivität zu messen und niemals bis zur völligen Verausgabung zu schreiben, lehren Hemingway und Arthur Miller. Picassos "Zu-Hause-Tag" zeigt uns, wie man seine gesellschaftlichen Verpflichtungen effizient organisiert - und die Episode von Sigmund Freuds Zahnbürste belegt eindrucksvoll, dass hinter einem großen Geist meist ein tüchtiger Helfer steht, der ihm die kleinen Dinge des Lebens abnimmt.

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