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Umfrage zu Berufsgruppen So wenig Respekt genießen Lehrer, Richter, Ärzte

Lehrer und Hausärzte sind angesehene Berufe? Das glauben immer weniger Bürger. Eine Umfrage zeigt, welche anderen Berufsgruppen demnach an Respekt verloren haben.
Foto: Getty Images/ iStockphoto

Sie werden beleidigt und bedroht, angespuckt und attackiert: Für viele Ärzte, Rettungssanitäter, aber auch für Lehrer, Journalisten und Politiker gehören mindestens verbale Angriffe zum Arbeitsalltag. Bundesinnenminister Horst Seehofer warnte erst kürzlich vor einer "Verrohung unserer Gesellschaft".

Auch die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung treibt dieses Thema um. Sie hat nun eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben , um herausfinden, ob der Respekt, der einzelnen Berufsgruppen von der Gesellschaft entgegengebracht wird, gesunken ist. Die Antworten legen nahe, dass vor allem Lehrer, Hausärzte, Polizisten und Politiker an Ansehen verloren haben.

Nur eine Berufsgruppe konnte sich in der Umfrage leicht verbessern: die Gewerkschafter. Eine Erklärung dafür liefert die Konrad-Adenauer-Stiftung nicht.

In der Umfrage wurde lediglich ein Stimmungsbild erfasst. Den Befragten wurden zwölf Berufsgruppen genannt, zu denen sie angeben sollten, ob "diese in der Gesellschaft sehr viel, viel, etwas, wenig oder sehr wenig Respekt genießen". Eine weitere Frage war, ob sie selbst diesen Berufsgruppen früher mehr oder weniger Respekt entgegengebracht hatten.

Die Forscher verzichteten bewusst darauf, nach der aktuellen persönlichen Einstellung der Probanden zu fragen, denn erfahrungsgemäß geben in Umfragen die meisten Menschen an, sich selbst respektvoll zu verhalten.

Am wenigsten in der Gesellschaft respektiert werden laut Einschätzung der Befragten Politiker und Journalisten. Hausärzte und Professoren genießen vergleichsweise hohen Respekt.

Erfragt wurde auch die Parteipräferenz. Auffällig: Bei den Anhängern der Linken sagten 77 Prozent, sie hätten früher mehr Respekt vor Politikern gehabt. Von den Befragten, die der AfD nahestehen, gab jeder Zweite an, er habe früher mehr Respekt vor Lehrern und Richtern gehabt.

An der Umfrage nahmen 1007 wahlberechtigte Bürger teil. Sie wurden per Zufallsstichprobe ausgewählt und Anfang November telefonisch befragt.

vet
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