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Karrierenetzwerk Russland blockiert LinkedIn

Mehr als fünf Millionen Russen pflegen ihre beruflichen Kontakte auf der US-Plattform LinkedIn. Doch die Seite wird im Laufe des Tages nicht mehr erreichbar sein.
LinkedIn-Webseite

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Foto: Jens Büttner/ dpa

Russland hat am Donnerstag das Karrierenetzwerk LinkedIn gesperrt. Die US-Firma speichere verbotenerweise Daten russischer Nutzer auf Servern im Ausland, hieß es zur Erklärung von der Moskauer Aufsichtsbehörde.

Vertreter des Netzwerks baten eilig um ein Treffen mit der Behörde Roskomnadsor, um die Lage zu klären, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete.

Die US-Firma LinkedIn hat nach Medienberichten in Russland fünf bis sechs Millionen Nutzer. Das sind etwa ein Prozent der Nutzer weltweit. Das Netzwerk hatte gegen die drohende Sperre geklagt, war aber vor Gericht zweimal gescheitert.

Das Verbot gilt als Präzedenzfall. Das zitierte Gesetz ist seit 2014 in Kraft, wurde aber bisher noch nicht angewendet. Laut der Nachrichtenagentur Interfax sollen die Services von LinkedIn im Laufe des Donnerstags nicht mehr in Russland erreichbar sein.

Das Karrierenetzwerk wurde gerade von Microsoft gekauft. Die Transaktion soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

mamk/dpa

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