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08. September 2017, 18:01 Uhr

Gehälter von Männer und Frauen

Schulz will Lohnlücke "nicht hinnehmen"

Frauen verdienen weniger als Männer. Das will SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz ändern - mit dem Familiengeld. "Als Bundeskanzler wird dies eins meiner ersten Vorhaben sein", sagt er dem SPIEGEL.

Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen beenden. Er werde die Lohnlücke von 21 Prozent "nicht hinnehmen", sagt er in der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL. Eine Maßnahme soll das sogenannte Familiengeld sein. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

So sollen Eltern zeitweise künftig staatliche Zuschüsse bekommen, wenn beide ihre Arbeitszeit auf 26 bis 36 Stunden reduzieren. "Als Bundeskanzler wird dies eins meiner ersten Vorhaben sein", so Schulz.

Tatsächlich halten 73 Prozent der Deutschen die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen für ungerecht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die im Auftrag des SPD-Parteivorstands erhoben wurde und dem SPIEGEL vorliegt.

Der sogenannte Gender Pay Gap liegt derzeit bei 21 Prozent, eine Zahl, die sich laut dem jüngst erschienenen Gleichstellungsbericht in den letzten Jahren nicht wesentlich geändert hat.

Die Union hingegen zeigt weniger Ehrgeiz, sie verweist auf das soeben verabschiedete Entgelttransparenzgesetz: "Jetzt müssen wir erst mal abwarten, dass das neue Gesetz Wirkung entfalten kann", sagt CDU-Generalsekretär Peter Tauber im SPIEGEL. Dann könne man nachjustieren.

sam/ase

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