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Pro & Contra Anonymbewerbung Ich bin ein Niemand - nimm mich!

Türkischer Nachname? Schon angejahrt? Das falsche Geschlecht? Alles Gründe, die Job-Hoffnungen zerstören können. Bewerbungen ohne Namen, Fotos und persönliche Details sollen helfen - ein Weg zu mehr Gerechtigkeit oder nutzlose Verschleierung? Zwei Experten antworten.
Vorstellungsgespräch: Der Trend geht zum gesichtslosen Bewerber

Vorstellungsgespräch: Der Trend geht zum gesichtslosen Bewerber

Foto: Corbis

Kein Foto, kein Name, kein Alter, ohne Geschlecht und Nationalität - die gesichtslosen Bewerber kommen. Im letzten Dezember starteten fünf Unternehmen ein Experiment: Sie testen die anonyme Personalauswahl, ohne persönliche Angaben eines Bewerbers; allein die Qualifikation soll zählen. Dabei sind die Deutsche Post, Deutsche Telekom, L'Oréal, die Maydays GmbH sowie Procter & Gamble.

Das Pilotprojekt läuft zunächst zwölf Monate lang und wird wissenschaftlich begleitet, in den nächsten Tagen soll eine Zwischenbilanz vorliegen. Die beteiligten Firmen knüpfen daran die Hoffnung, dass Vorurteile oder Vorlieben von Personalern bei der Bewerberauswahl fortan eine geringere Rolle spielen - mehr Vielfalt also in den Belegschaften. Dafür plädiert zum Beispiel Telekom-Pesonalvorstand Thomas Sattelberger.

Die Kritiker allerdings befürchten sogar einen Rückschlag für solches "Diversity Management": weil Arbeitgeber nicht mehr gezielt zum Beispiel Frauen oder Bewerber mit ausländischen Wurzeln einladen könnten. Wie das Modell wirklich bei Arbeitgebern ankommt, welche Erfahrungen sie damit sammeln, das muss sich noch zeigen. Auf SPIEGEL ONLINE erklären zwei Experten die wichtigsten Argumente.

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Die Beiträge von Christine Lüders und Armin Trost erschienen zuerst im UniSPIEGEL-Ressort auf SPIEGEL ONLINE.
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