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Motivation »extrem niedrig« Finanzbeamter rief sich stundenlang selbst an – um Arbeitszeit zu schinden

Leider besetzt: Ein schwedischer Finanzbeamter hat stundenlang seine eigene Telefonnummer angerufen – um nicht auf Kundenanfragen reagieren zu müssen. Jetzt droht dem 28-Jährigen die Entlassung.
Homeoffice (Symbolbild)

Homeoffice (Symbolbild)

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Sebastian Gollnow / picture alliance / dpa

Um sich vor der Arbeit zu drücken, hat ein schwedischer Finanzbeamter stundenlang seine eigene Telefonnummer angerufen. Anstatt Anrufe von Kundinnen und Kunden entgegenzunehmen, rief der 28-Jährige sich selbst mit seinem Mobiltelefon an. Dies geht aus einem Disziplinarbericht der schwedischen Steuerbehörde hervor, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

Zwischen dem 10. März und dem 5. Mai habe der Mann 32-mal seinen eigenen Anschluss angerufen. Dadurch erschien er im System seines Arbeitsgebers als »besetzt« und alle Anrufe wurden an andere Mitarbeiter weitergeleitet. So habe er insgesamt 55 Arbeitsstunden totschlagen können, was sieben Arbeitstagen entspreche. »Einige dieser Anrufe dauerten mehrere Stunden lang«, hieß es in dem Bericht. Dem Mann droht nun die Entlassung.

Das Fehlverhalten fiel offenbar nicht sofort auf, da er seit Januar 2021 im Homeoffice arbeitete. Erst im April bemerkte einer seiner Vorgesetzten, dass der Mann im Vergleich zu anderen Finanzbeamten ungewöhnlich lange Telefonate führte.

Auf Nachfrage gab der Mann schließlich zu, dass er während dieser Anrufe nicht gearbeitet habe. Besonders reumütig war er offenbar nicht: Eine interne Untersuchung ergab, dass er selbst nach dem Eingeständnis vier weitere Anrufe an die eigene Handynummer tätigte. Bei einer erneuten Vorladung im Mai verteidigte der Mann sich damit, dass seine Arbeitsmotivation »extrem niedrig« sei.

hej/AFP
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