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11. Februar 2016, 10:54 Uhr

Zuwanderung

Sozialpädagogen sind die gefragtesten Akademiker

Durch den Anstieg der Flüchtlingszahlen in Deutschland werden Absolventen von sozialen Berufen mehr gebraucht denn je: Die Zahl der offenen Stellen ist sogar höher als bei den Ingenieuren.

Sie versorgen Flüchtlinge, gehen mit ihnen zu Ämtern, sprechen mit ihnen über ihre Ängste und Sorgen: Sozialarbeiter und Sozialpädagogen sind zurzeit so nachgefragt wie selten.

"Die klassische Ordnung der Engpassberufe wurde 2015 auf den Kopf gestellt", sagte Oliver Koppel, Arbeitsmarktforscher beim Institut der Deutschen Wirtschaft (IW), der "Zeit". Durch die Zuwanderung der Flüchtlinge seien bei den sozialen Expertenberufen viele neue Stellen entstanden.

In diesem Bereich des Arbeitsmarkts ist die Zahl der offenen Stellen pro 100 Arbeitslose zwischen Januar und Dezember des vergangenen Jahres von 45 auf 114 gestiegen. Bei den Ingenieurberufen der Energie-und Elektrotechnik hingegen lag die Zahl der offenen Stellen pro 100 Arbeitslose zwischen 60 und 71. Das geht aus einer neuen Untersuchung des IW in Köln hervor, wie "Die Zeit" weiter berichtet.

Von dieser Situation könnten nun vor allem Seiteneinsteiger profitieren, wie Kolja Briedis, Absolventenforscher beim Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, der Zeitung sagte. Chancen hätten Politik- oder Geisteswissenschaftler sowie Absolventen mit Fremdsprachenkenntnissen.

kha

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