Hundefriseur, Homeoffice, Krawatte Wissen Sie, was Sie von der Steuer absetzen können?

Kann man den Babysitter von der Steuer absetzen? Den Anzug fürs Geschäftsessen? Und die monatliche Handyrechnung? Zeigen Sie uns im Steuer-Quiz, wie gut Sie sich auskennen.

Hund beim Friseur
Victoria Bonn-Meuser/ DPA

Hund beim Friseur

Von Britta Mersch


Für ganz Eilige: Hier geht's direkt zum Quiz.

Das Wühlen in alten Rechnungen und Kassenzetteln aus dem vergangenen Jahr mag nervig sein - aber es kann sich lohnen, wenn es um die Steuererklärung geht.

Denn die beschert Ihnen unter Umständen eine üppige Rückzahlung vom Finanzamt. Vorausgesetzt, Sie kennen sich gut im Dickicht der deutschen Steuergesetzgebung aus und wissen, welche Kosten Sie absetzen können - und welche nicht.

Lässt sich etwa der Besuch beim Hundefriseur steuerlich geltend machen? Oder das Toupet, das Sie sich wegen des lichter werdenden Haares bestellt haben? Und wie sieht es mit dem Schreibtisch im Schlafzimmer aus?

Wegen der sich fortentwickelnden Rechtsprechung können die Antworten in unserem Quiz keinen Anspruch auf absolute Richtigkeit erheben. Es handelt sich um Richtwerte und Entscheidungen aus einzelnen Fällen. Das Quiz kann deshalb eine individuelle rechtliche Beratung nicht ersetzen.

In diesem Jahr haben Sie immerhin etwas mehr Zeit, alle Unterlagen zusammenzustellen als 2018, bis zum 31. Juli statt bis zum 31. Mai - wenn Sie einen Steuerberater beauftragen, sogar bis Ende Februar 2020.

Testen Sie hier im Steuer-Quiz, ob Sie wissen, worauf es ankommt.



insgesamt 2 Beiträge
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Stäffelesrutscher 04.04.2019
1. Irrtum der Autorin
Bei Frage 1 wird die Antwort »Leichenbestatter« als falsch gewertet, und zwar mit dieser Begründung: «Diese Antwort ist falsch. Leichenbestatter konnten ihre schwarzen Anzüge viele Jahre von der Steuer absetzen. 2018 entschied jedoch das Finanzgericht Berlin-Brandenburg, diese könnten auch privat getragen werden, seien also nicht steuerlich absetzbar. Letztlich muss aber wohl noch der Bundesgerichtshof nach Revision darüber entscheiden. Richtig ist Antwort b) Kochschürzen.« Leider liegt die Autorin hier dreifach falsch. 1. Es wäre prinzipiell problematisch bis irreführend, nach einem einzelnen Urteil, das der jahrzehntelangen gefestigten Rechtsprechung widerspricht, eine Antwort im Sinne der traditionellen Rechtsprechung als falsch zu werten - zumal das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. 2. Das fragliche Urteil betrifft gar keine Leichenbestatter, sondern Trauerredner bzw. Trauerbegleiter, die geltend gemacht hatten, dass ihre feierlichen, gedeckten Anzüge analog zu der Kleidung von Leichenbestattern als Berufsbekleidung anzuerkennen seien. Das FG hat gesagt: Nein, hier gibt einen Unterschied: Ein Leichenbestatter trägt »Spezialkleidung«, Sie als Trauerredner tragen im Prinzip dieselbe Art Kleidung wie die Trauergäste sie üblicherweise tragen. 3. Die Revision erfolgt natürlich beim Bundesfinanzhof, nicht beim Bundesgerichtshof.
Drscgk 05.04.2019
2. Ich kümmere mich nicht ausgeprägt um läppische Fragen,
wie und was ich von der Steuer absetzen kann. Aufwendungen von der Steuer abzusetzen, bringt für mich als Steuerzahler nicht große, sondern nur kleine Freude gegenüber dem Staat und seiner kranken Abzocke wider das arbeitende Volk. Ich kümmere mich daher viel lieber um die grundlegendere und auch ungleich fruchtbringendere Frage, wie ich diesen ganzen abgefeimten Steuerverbrecherstaat absetzen kann, und zwar auf Nimmerwiedersehen.
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