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Jobsuche Jede fünfte Stelle wird per Zeitungsanzeige besetzt

Wer eine Stelle sucht, sollte Zeitung lesen: Knapp 20 Prozent der Bewerber bekamen ihren Job über eine Print-Anzeige, besagt eine aktuelle Studie. Arbeitsagenturen sind demnach vergleichsweise unwichtig.
Er macht's richtig: Zeitungen sind bei der Stellenvergabe wichtiger als Online-Börsen

Er macht's richtig: Zeitungen sind bei der Stellenvergabe wichtiger als Online-Börsen

Foto: Corbis

Wer als Karriereberater etwas gelten will, rät Bewerbern zur Bewerbung per Smartphone direkt bei der Firma, Stichwort Mobile Recruiting. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Die gute alte Zeitung ist nach wie vor eines der wichtigsten Instrumente bei der Suche nach neuen Mitarbeitern. 2013 sei knapp ein Fünftel der offenen Stellen per Stellenangebot in einer Zeitung oder Zeitschrift besetzt worden, geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Eine größere Bedeutung hätten lediglich persönliche Kontakte und Empfehlungen. Mehr als ein Viertel aller Stellenbesetzungen sei auf diese Weise zustande gekommen, erklärten die Forscher des zur Bundesagentur für Arbeit gehörenden Instituts.

Die Arbeitsagenturen selbst vermittelten samt ihrer Online-Stellenbörse nur jede achte freie Stelle. Initiativbewerber kamen nach IAB-Erkenntnissen bei jeder zehnten Stellenbesetzung zum Zuge.

4,9 Millionen Neueinstellungen

Private Arbeitsvermittler hätten dagegen eine vergleichsweise untergeordnete Rolle gespielt. Auch der vorherige Einsatz als Leiharbeiter oder als Praktikant habe bei Jobvergaben nur selten den Ausschlag gegeben.

Insgesamt registrierten die Arbeitsmarktforscher im Vorjahr 4,9 Millionen Neueinstellungen. Rund 4,1 Millionen Neueinstellungen gab es demnach in West- und gut 800.000 in Ostdeutschland. Für die Untersuchung befragten die Forscher rund 15.000 Arbeitgeber aller Wirtschaftsbereiche.

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Bewerbungen: Wo geht's denn hier zum Job?

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ant/dpa/afp
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