Talent-Irrtümer Scheibenwischer? Wegwerfwindeln? Kein Bedarf!

5. Teil: Albert Einstein - ein Experte dritter Klasse



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Nach seiner Schulzeit in München und Aarau in der Schweiz bewarb sich Albert Einstein, erst 16 Jahre alt, am Polytechnikum der Eidgenössischen Hochschule in Zürich. Da er die Schule in München abgebrochen und in der Schweiz noch nicht beendet hatte, musste er eine Aufnahmeprüfung ablegen, die er aber nicht bestand. Seine Französischkenntnisse waren zu schlecht - statt für die Prüfung zu lernen, hatte Einstein eine Urlaubsreise in Norditalien gemacht.

Ein Jahr später begann Einstein doch das Studium. Im Jahr 1900 bekam er sein Diplom überreicht, er war nun "Fachlehrer für Mathematik und Physik". Er bewarb sich am Polytechnikum selbst und an anderen Universitäten, bekam aber nur Absagen. Eine Zeitlang verdiente er Geld als Hauslehrer in Winterthur, Schaffhausen und Bern.

1902 bekam Einstein seine erste feste Anstellung: Er wurde "Technischer Experte 3. Klasse" beim Schweizer Patentamt in Bern. Drei Jahre später, mit 26 Jahren, veröffentlichte er die Aufsätze, die später unter dem Schlagwort der "Relativitätstheorie" bekannt wurden.


Christoph Kleinen: "Ich könnte mir vorstellen, dass Einstein keine Anstellung an der Universität gefunden hat, weil den Verantwortlichen etwas fehlte, was ich leider auch in meinem Alltag manchmal bei meinen Auftraggebern vermisse: Mut bei der Auswahl neuer Mitarbeiter. Einstein passte nicht genau ins Schema, das man sich zurechtgelegt hatte - es hätte ein gewisses Risiko bedeutet, ihn anzustellen. Oft gehen auch heute die Unternehmen auf der Suche nach neuen Leuten zu schablonenhaft vor - wer da nicht reinpasst, ist eben draußen. Je etablierter ein Unternehmen, desto stärker ist diese Tendenz. Andererseits: Hätte Einstein schon früher eine bessere Stelle bekommen, hätte er vielleicht nie die Relativitätstheorie entwickelt."

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WolfHai 09.08.2012
1. Wichtig daher: Markt und Wettbewerb
Zitat von sysopCorbisDas gab's wirklich: Eine Plattenfirma, die den Beatles keinen Vertrag gab und eine Uni, die Einstein keine Stelle anbot. Was, wenn der Talentsucher die besten Bewerber nach Hause schickt? Eine kleine Sammlung gewaltiger Irrtümer bei der Auswahl künftiger Spitzenkräfte. http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,848567,00.html
Genau aus diesem Grunde sind Markt und Wettbewerb wichtig: nicht nur deshalb, weil es wirtschaftliche Höchstleistungen hervorbringt, sondern gerade damit nicht einzelne Menschen dem (Fehl-)Urteil/der Willkur eines einzelnen Monopolisten (meistens: einer gutmeinenden Behörde) ausgeliefert sind. In Deutschland ist z.B. eine solche Behörde die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH), die über Studienplätze entscheidet, während in den USA die Hochschulen sich wettbewerblich um die besten Studenten bemühen. (Auch das Verfahren der USA hat seine Nachteile, aber jedenfalls ist man nicht vom Urteil einer einzelnen Behörde existentiell abhängig.) Da gäbe es sicher noch viele andere Beispiele. "Der Markt" ist eben nicht nur eine schreckliche anonyme Macht, sondern gibt oft (nicht immer) auch Menschen eine Chance, die nicht ins offizielle Raster passen.
eine-Meinung-unter-Vielen 09.08.2012
2. Habe mal einen interessanten Spruch ...
... aufgeschnappt: "Erstklassige stellen Erstklassige ein und Zweitklassige Drittklassige". Was passiert also, wenn ein Erstklassiger an einen Zweit- oder Drittklassigen gerät? - Genau! Selbst schuld, wenn ein Unternehmen angepasste Mitarbeiter sucht und nicht die wirklichen Leistungsträger. Letztere sind nicht selten "out-of-the-box". Wie sagte Einstein: "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind." Und genau das ist doch "out-of-the-box" ;-)
juchtenkäfer 09.08.2012
3. Scheinwelt
Zitat von WolfHaiGenau aus diesem Grunde sind Markt und Wettbewerb wichtig: nicht nur deshalb, weil es wirtschaftliche Höchstleistungen hervorbringt, sondern gerade damit nicht einzelne Menschen dem (Fehl-)Urteil/der Willkur eines einzelnen Monopolisten (meistens: einer gutmeinenden Behörde) ausgeliefert sind. In Deutschland ist z.B. eine solche Behörde die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH), die über Studienplätze entscheidet, während in den USA die Hochschulen sich wettbewerblich um die besten Studenten bemühen. (Auch das Verfahren der USA hat seine Nachteile, aber jedenfalls ist man nicht vom Urteil einer einzelnen Behörde existentiell abhängig.) Da gäbe es sicher noch viele andere Beispiele. "Der Markt" ist eben nicht nur eine schreckliche anonyme Macht, sondern gibt oft (nicht immer) auch Menschen eine Chance, die nicht ins offizielle Raster passen.
Hier wird von dem Forumsteilnehmer eine Scheinwelt dargestellt. In der Wirklichkeit sieht es doch so aus: Wissen braucht man nicht, man muß nur emotional in die Gruppe passen. Das hat nichts mit Markt und Wettbewerb zu tun, die wirtschaftliche Höchstleistungen hervorbringen will. Heute werde viel eher Personen, die über den Tellerrand hinausschauen, in die "Ablage P" abgetan.
Wunderläufer 09.08.2012
4. Irren ist menschlich
Am besten für mich zu greifen sind die Beispiele von Fußballern: in einem Verein auf der Ersatzbank, bei der Konkurrenz dann Leistungsträger und Nationalmannschaft. Anders sieht es aus, wenn kein Team erforderlich ist , wie z.B. bei Autoren: hier gehören auch dazu Mut, Vermarktung, Gespür Zeitgeist etc. Auch dürfen evtl. vorhandene persönliche Animositäten nicht die Urteilskraft des "Scouts" beeinträchtigen
waldfee123 09.08.2012
5. penetrante...
...Werbung für irgendeinen Personalberater. Die Geschichten hat man alle schon mal gelesen, es sollten hier wohl in erster Linie die Methoden dieses Headhunters publiziert werden, oder?
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