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Immobilienfirma aus Baltimore Chef schenkt Mitarbeitern zehn Millionen Dollar

Auf der Weihnachtsfeier einer US-Immobilienfirma erhielten die Angestellten unerwartet Geldgeschenke. Abhängig von der Betriebszugehörigkeit durften sie sich über bis zu 270.000 Dollar freuen.
Um die Reaktionen der Mitarbeiter auf den Geldsegen einzufangen, war extra eine Fotografin engagiert worden

Um die Reaktionen der Mitarbeiter auf den Geldsegen einzufangen, war extra eine Fotografin engagiert worden

Foto: Wendy Hickok Photography/ AP

"Ich habe den Umschlag geöffnet, die Zahl gesehen und mehrmals geblinzelt, weil ich dachte, ich sehe nicht richtig. Dann habe ich einfach nur gefeiert", so beschreibt Melissa Alleman gegenüber dem US-Fernsehsender ABC einen Moment auf der diesjährigen Weihnachtsfeier, der ihr und ihren 197 Kollegen wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird: Ihr Chef verteilte Boni in Höhe von insgesamt zehn Millionen Dollar (knapp neun Millionen Euro).

Jeder Angestellte des Immobilienunternehmens aus Baltimore erhielt einen roten Umschlag mit einer individuellen Summe, die sich nach den Dienstjahren richtete. Ein Handwerker, der seit 39 Jahren für die Firma arbeitet, durfte sich über 270.000 Dollar freuen. Immerhin 100 Dollar gingen an einen Mitarbeitenden, der erst am Montag nach der Feier den ersten Arbeitstag hatte.

Eine Investition in die Mitarbeiter - und in PR

"Mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, wie ich mich gefühlt habe. Es war einfach großartig und unglaublich", sagte eine andere Beschäftigte dem Sender CNN. "Ich stehe immer noch unter Schock. Das verändert definitiv mein Leben."

Unternehmenschef Lawrence Maykrantz sagte dem Sender, die Firma habe ein großes Ziel erreicht, auf das sie seit fast 15 Jahren hingearbeitet hatten: Ein Immobilienportfolio, das 40 Millionen Quadratfuß (rund 3,7 Millionen Quadratmeter) umfasst. Dafür habe Unternehmensgründer Edward St. John den Mitarbeitern danken wollen.

"Das war wirklich einer der großartigsten Momente, die ich in meinem Leben erlebt habe. Alle waren von Emotionen überwältigt. Sie schrien, weinten, lachten, umarmten sich", sagt Maykrantz. Die Mitarbeiter hätten Schlange gestanden, um ihn und den Firmengründer in den Arm zu nehmen und ihnen zu erzählen, wofür sie das Geld verwenden wollten.

"Das war die beste Verwendung für die zehn Millionen Dollar", jubelte Maykrantz. "Eine Investition in unsere Mitarbeiter." Und in die Bekanntheit der Firma St. Johns Properties. Über die Aktion wird derzeit weltweit berichtet.

vet/dpa