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Streitigkeiten klären Wie man mit schwierigen Kollegen klarkommt

Meist kann man sich nicht aussuchen, mit wem man arbeitet: mit Eigenbrötlern, Pedantinnen oder Klatschmäulern. Unser Trainingsprogramm hilft, in Konfliktsituationen kompetent zu kommunizieren – und sich von Ärger abzugrenzen.
Foto: Johner Images / Getty Images

In der Kaffeeküche wird über die Chefin hergezogen, weil sie wieder mal keinen gefragt und eine falsche Entscheidung getroffen hat. Alle regen sich auf – und gehen aufgewühlt und schlecht gelaunt zum Schreibtisch zurück. Oder: Der Kollege hält im Meeting einen öden Monolog, man kommt nicht zu Wort und ist daher auf Zinne. Die Wut trägt man noch einige Stunden in sich, sodass man sich nicht richtig konzentrieren kann und noch mehr Zeit verliert.

Es gibt viele Gründe, warum das Betriebsklima schlecht sein kann und die Zusammenarbeit im Team nicht klappt. Das Verhalten anderer kann man nicht unbedingt ändern – aber den eigenen Umgang mit schwierigen Menschen. Das kostenlose achtwöchige Trainingsprogramm »Streitigkeiten klären« hilft dabei, das eigene Verhalten zu reflektieren und bessere Strategien zu entwickeln, Konflikte im Job zu meistern.

Die erste Coaching-Einheit können Sie gleich hier nachlesen. Die übrigen Einheiten werden Ihnen jeweils freitags per Mail zugesendet, wenn Sie sich hier dafür anmelden. https://www.spiegel.de/newsletter

Und wenn Sie vorher herausfinden wollen, wie konfliktfähig Sie selbst sind, können Sie hier einen Check machen.

Schritt 1: Erste Hilfe-Tipps bei akuten Konflikten
Span­nun­gen gibt es in jedem Team. Aber manch­mal wird eine Grenze über­schrit­ten, Emo­tio­nen es­ka­lie­ren, eine Si­tua­tion kippt. In die­sen Mo­men­ten ent­ste­hen oft Zer­würf­nis­se, denen jah­re­lange Feind­schaft folgt. Wenn Sie aber so­fort de­es­ka­lie­ren, däm­men Sie den Scha­den ein. In diesem ersten Schritt des Coachings »Streitigkeiten klären« fin­den Sie das Hand­werks­zeug für sol­che Not­fall­si­tua­tio­nen.

Er­ken­nen, dass es brennt
Wenn Kon­flikte im Job un­sach­lich und emo­tio­nal aus­ge­tra­gen wer­den, wird schnell eine Grenze über­schrit­ten. Im Team oder in Be­spre­chun­gen sind dann plötz­lich alle wach­sam und an­ge­spannt. Man spürt: Das hier ist nicht rich­tig! Unten fin­den Sie nun zu­nächst einige Stich­wor­te, mit deren Hilfe Sie er­ken­nen kön­nen, wann ein Streit im Job aus dem Ruder läuft. Lesen Sie die Punkte in Ruhe durch, und über­le­gen Sie in einem ers­ten Schritt, wel­che Si­tua­tio­nen in Ihrem Be­rufs­le­ben Ihnen dazu ein­fal­len.

+++ Der Ton ver­än­dert sich so, dass man erschrickt. +++ Eine Per­son schreit oder weint. +++ Es fällt eine per­sön­li­che Be­lei­di­gung. +++ Der Kon­flikt ist so prä­sent, dass kei­ner sich auf die Ar­beit kon­zen­trie­ren kann. +++ Eine Per­son ver­lässt wü­tend den Raum. +++ Mehr­fa­cher Schlagab­tausch hin und her: »Das stimmt so nicht.« – »Doch, das stimm­t.« +++ Es fal­len Ab­wehr-​ und Ver­tei­di­gungs­sätze wie »Das lasse ich mir nicht sa­gen«. +++

He­li­ko­pter­blick ein­neh­men
So­bald etwas aus die­ser Liste in einer In­ter­ak­tion auf­taucht, lohnt es sich, so­fort in den Modus »Not­fall­kom­mu­ni­ka­tion« zu schal­ten, egal ob Sie Be­tei­lig­ter oder Zu­schauer sind. Neh­men Sie ve­he­ment eine Hal­tung der All­par­tei­lich­keit ein, indem Sie wie aus dem He­li­ko­pter auf die Si­tua­tion als Gan­zes se­hen. Wer schuld ist, wer was getan oder ge­sagt hat, ist ne­ben­säch­lich. Be­nen­nen Sie, dass etwas schief­geht, zum Bei­spiel mit dem Satz: »Alle sind auf­ge­regt, wir kom­men hier nicht wei­ter.« Si­gna­li­sie­ren Sie, dass Sie alle Po­si­tio­nen als gleich­be­rech­tigt ak­zep­tie­ren, etwa indem Sie sa­gen: »Je­der sollte seine Sicht dar­le­gen kön­nen. Das ist ge­rade nicht mög­lich.« Schla­gen Sie das wei­tere Vor­ge­hen vor, etwa: »Wir soll­ten uns alle ab­küh­len – eine Pause ma­chen. Mor­gen ver­su­chen die Be­tref­fen­den, die Si­tua­tion sach­li­cher zu klä­ren.«

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Marianne Wellershoff (Hrsg.)

Ich komm weiter im Job: Stärken erkennen, Blockaden lösen, Veränderungen meistern

SPIEGEL-Coaching-Reihe: Drei Selbsttests und Trainingsprogramme für ein erfolgreicheres Berufsleben
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05.12.2022 14.15 Uhr

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Beim nächs­ten Mal
Den­ken Sie nun an eine Si­tua­tion zu­rück, in die Sie in Ihrem Team ver­wi­ckelt waren oder die Sie be­ob­ach­tet ha­ben. Ver­su­chen Sie jetzt als eine Art Tro­cken­übung, die He­li­ko­pter­stra­te­gie auf die da­ma­lige Si­tua­tion an­zu­wen­den. Schrei­ben Sie dazu ein paar Sätze, die Sie hät­ten sagen kön­nen, in ein Notizbuch.

TIPP
Ach­ten Sie auf die nächs­ten Si­tua­tio­nen im Job, die im roten Be­reich lie­gen. Pro­bie­ren Sie dann so­fort, mit der He­li­ko­pter­stra­te­gie zu de­es­ka­lie­ren!

Die weiteren Schritte schicken wir Ihnen jeweils freitags kostenlos per Mail zu, wenn Sie sich hier dafür anmelden. https://www.spiegel.de/newsletter

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