Musical- und Theaterpreis Mit den Tony Awards erreicht Jennifer Hudson den EGOT-Status

Emmy, Grammy, Oscar und auch noch ein Tony Award: Nur ganz wenige Künstler gewinnen alle vier Preise – Jennifer Hudson gehört nun zu ihnen. Bei der Auszeichnung für den besten Hauptdarsteller überraschte ein Newcomer.
Jennifer Hudson: Neben ihr stehen nur 16 andere Künstler auf der EGOT-Liste

Jennifer Hudson: Neben ihr stehen nur 16 andere Künstler auf der EGOT-Liste

Foto: Dimitrios Kambouris / Warner Bros. Discovery / Getty Images

Nur noch der Tony Award fehlte: Beim wichtigsten Musical- und Theaterpreis der USA ging die Auszeichnung für das beste neue Musical in diesem Jahr an »A Strange Loop«. Co-Produzentin Jennifer Hudson wurde damit zum EGOT: Neben dem Tony Award wurde sie bereits mit dem Emmy (Produzentin von »Baba Yaga«), dem Grammy (Bestes R&B-Album »Jennifer Hudson«) sowie dem Oscar (Beste Nebendarstellerin in »Dreamgirls«) ausgezeichnet. Neben ihr schafften das nur 16 andere Künstler, darunter Andrew Lloyd Webber, Tim Rice und zuletzt Alan Menken.

»A Strange Loop« erzählt die Geschichte eines homosexuellen schwarzen Platzanweisers, der von seinem eigenen Musical träumt – Autor Michael R. Jackson gewann für »A Strange Loop« auch den Preis für das beste Buch.

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Hugh Jackmann ging dagegen bei den 75. Tony Awards leer aus. Für die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller war er mit dem 50er-Jahre-Klassiker »The Music Man« nominiert, ebenso Billy Crystal mit der Künstlerbiografie »Mr. Saturday Night«. Am Sonntag (Ortszeit) mussten die beiden Filmstars allerdings in diesem Jahr dem 22-jährigen Newcomer Myles Frost den Vortritt lassen. Er gewann den Preis für seine Verkörperung von Pop-Superstar Michael Jackson in »MJ«. Insgesamt kam das Musical auf vier Auszeichnungen.

Beste weibliche Musical-Hauptdarstellerin wurde Joaquina Kalukango in »Paradise Square«, das über das Leben von Iren und Schwarzen im New York zu Zeiten des US-Bürgerkriegs erzählt.

In der Vergangenheit hatte es an der Verleihung häufig Kritik wegen fehlender Diversität gegeben. Mit Frost, Jackson und Kalukango zeichneten die Tony-Juroren in diesem Jahr drei schwarze Künstler aus.

Bestes neues Theaterstück wurde das Finanzkrisen-Werk »The Lehman Trilogy« über den Untergang der Lehman-Bank. Auch Regisseur Sam Mendes wurde für seine Arbeit ausgezeichnet. Er hat bereits in Hollywood Erfolge gefeiert und 2000 den Oscar für »American Beauty« erhalten. Simon Russell Beale aus »The Lehman Trilogy« wurde zum besten Hauptdarsteller erklärt. Beste Hauptdarstellerin wurde Deirdre O’Connell in »Dana H.«

Die Tony Awards gelten als wichtigster Preis für Musicals und Theaterstücke in den USA, berücksichtigen aber nur Produktionen, die im zurückliegenden Jahr in einem der 41 Broadway-Häuser im New Yorker Theaterviertel neu aufgeführt wurden.

ime/dpa
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