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FILM Allein unter Mullahs

aus DER SPIEGEL 9/2007

Das Buch war ein weltweiter Überraschungserfolg. Und erzählt von den Erfahrungen einer jungen Frau nicht in literarischer Form, sondern in Comicsprache. In »Persepolis« beschreibt die in Paris lebende Autorin Marjane Satrapi, 37, mit einfachen Schwarzweißzeichnungen selbstironisch und mit subtilem Humor, wie sie als Kind den Sturz des Schahs 1979 in Teheran erlebte. Sie berichtet von bitteren Erfahrungen als Mädchen allein im Wiener Exil während des Iran-Irak-Kriegs und schließlich von einem bewegten Leben als moderne junge Frau unter dem Mullah-Regime nach ihrer Rückkehr 1988. Jetzt verspricht »Persepolis« auch ein Filmerfolg zu werden. Satrapi hat aus ihrer Erzählung einen Zeichentrickfilm entwickelt und sich dafür die Stimmen von Stars wie Chiara Mastroianni oder Catherine Deneuve geliehen. Die Autorin zeichnet alle Vorlagen zu den 650 handelnden Personen selbst und verzichtet, wie schon im Comic, fast gänzlich auf Farbe. Ende Juni soll der Film in die französischen Kinos kommen - ist aber schon jetzt ein kommerzieller Erfolg: Die Rechte für die amerikanische Fassung sind bereits verkauft. Sie soll von Gena Rowlands und wieder von der weltgewandten Catherine Deneuve synchronisiert werden.

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