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NEU IN DEUTSCHLAND Allen Drury: »Macht und Recht«.

aus DER SPIEGEL 8/1961

Dieser politische Erfolgsroman, seit Monaten auf einem Spitzenplatz amerikaniseher Bestseller-Listen, macht die Zusammenhänge Washingtoner Politik sichtbarer, als es Handbücher über das US-Regierungssystem vermögen. Anhand einer ebenso simplen wie aufregenden Geschichte - der Präsident ernennt einen Bürger mit roten Jugendsünden zum Außenminister, doch wird dessen Bestätigung vom Kongreß abgelehnt - schildert der langjährige Senats-Reporter Drury die beispiellose Macht des Senats; die Senatoren sind von ihren Parteien nicht abhängig, sondern handeln ausschließlich nach eigenem Gutdünken. Der »beste Roman über Washington« ("New York Times"), der seinem Verfasser außer Film- und Theaterverträgen auch den Pulitzerpreis eintrug, hat freilich jene US-Idealisten erschreckt, denen Drury offenbart, daß die amerikanische Demokratie von einer kleinen Gruppe stolzer und machtbewußter Oligarchen gehandhabt wird. (Diana Verlag; Konstanz; 520 Seiten; 20,80 Mark.)

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