»Pseudointellektueller Anstrich« Verfassungsschutz beobachtet rechten Antaios-Verlag

Der Bundesverfassungsschutz nimmt die »Neue Rechte« ins Visier. Auch der Antaios-Verlag gilt als Verdachtsfall.
Verlagsgründer Götz Kubitschek hat Antaios 2018 verkauft

Verlagsgründer Götz Kubitschek hat Antaios 2018 verkauft

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Frank Rumpenhorst / picture alliance / dpa

Das Bundesamt für Verfassungsschutz  (BfV) widmet sich verstärkt der »Neuen Rechten«: Im Jahresbericht 2020 wird diesem informellen Netzwerk von Gruppierungen, Einzelpersonen und Organisationen ein eigenes Unterkapitel gewidmet.

Auch der Kleinverlag Antaios in Sachsen-Anhalt gilt nun als Verdachtsfall, berichtet »Zeit Online« . Demnach bestätigte der Präsident des Verfassungsschutzes Thomas Haldenwang, dass es gewichtige Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen gebe.

In der »Neuen Rechten« wirken extremistische und rechtskonservative Kräfte zusammen. Sie versuchten laut Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), durch einen »pseudointellektuellen Anstrich ihr rechtsextremistisches Gedankengut in den öffentlichen Diskurs einzubringen«. Damit sollten auch die Grenzen des öffentlich Sagbaren verschoben werden.

Im aktuellen Bericht wird Antaios nicht explizit erwähnt, jedoch dessen Sitz, die rechtsradikale Denkfabrik »Institut für Staatspolitik« (IfS), die von Verleger Götz Kubitschek gegründet wurde. Kubitschek ist einer der einflussreichsten Köpfe der »Neuen Rechten« und enger Vertrauter von AfD-Rechtsaußen Björn Höcke.

Zur sogenannten Neuen Rechten zählt der Verfassungsschutz außerdem die von ihm als gesichert rechtsextrem eingestufte »Identitäre Bewegung Deutschland« sowie als weitere Verdachtsfälle das Compact-Magazin und den Verein »Ein Prozent e.V.«.

cpa/dpa
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