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Antikriegstag der DGB-Jugend

aus DER SPIEGEL 34/1979

Am 1. September 1979, dem vierzigsten Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen, soll in der Dortmunder Westfalenhalle Gewerkschaftstradition wiederaufleben: Die DGB-Jugend Nordrhein-Westfalen hat zum Antikriegstag aufgerufen und dafür ein attraktives Unterhaltungsprogramm zusammengestellt. Neben DGB-Oberhaupt Heinz Oskar Vetter wird der Lyriker Erich Fried auftreten, darüber hinaus Alt-Rock'n'Roller Eric Burdon und die ehemalige

Theodorakis-Musikantin Maria Farantouri. Selbst die Wiener Politsonggruppe »Schmetterlinge«, die bei der Gewerkschaftsspitze eine Zeitlang in Ungnade stand, wird spielen: Sie feiert am 1. September ihr zehnjähriges Bestehen, das Österreichische Fernsehen will dabeisein. -- Aktivitäten zum 1. September sind auch in Mainz, München und Berlin geplant. Die Tradition eines gewerkschaftlichen Antikriegstages war Mitte der sechziger Jahre abgeflaut, weil, so der Deutsche Gewerkschaftsbund, »das Publikumsinteresse nachließ« -- Boom nach »Holocaust«?

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